+
Schnee und Eis auf winterglatten Straßen führen immer wieder zu Verkehrsbehinderungen. Foto: Philipp Weitzel

Schnee auf den Straßen: Tipps für die ersten Winterfahrten

Der Winter kommt und mit ihm Schnee und Glätte auf den Straßen. Das verunsichert viele Autofahrer. Deshalb sollten sie sich gut rüsten.

Bonn (dpa/tmn) - Auch in den nächsten Tagen bleibt es in Deutschland vielerorts winterlich. Die Polarluft von Tief Jürgen bringt neuen Schnee. Das teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Autofahrer stellt das entsprechend vor Herausforderungen.

Knapp jeder zweite deutsche Autofahrer (45 Prozent) fühlt sich manchmal unsicher, wenn er im Winter Auto fährt. Wie eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag des Internetportals Autoscout 24 zeigt. "Man muss sich den veränderten Bedingungen bewusst sein und entsprechend rüsten", sagt Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Seine Tipps für die Autofahrt auf winterlichen Straßen:

Fahrweise: Schlechtere Sicht, rutschigerer Straßenbelag - winterliche Bedingungen sind herausfordernd. Nach der langen schneefreien Zeit sollten Autofahrer bei den ersten Schneefahrten besonders vorsichtig sein, rät Rademacher. Zu schnelles Fahren und zu geringer Sicherheitsabstand seien die größten Risikofaktoren.

Fahrplanung: Wenn Schneefälle für den nächsten Tag angekündigt sind, sollten Pendler ihren Wecker lieber etwas früher stellen. Denn das Auto muss komplett freigekehrt werden. "Es reicht nicht, nur ein kleines Guckloch freizukratzen", betont Rademacher. Das gilt auch für von innen beschlagene Scheiben. Wenn die Lüftung mit der Feuchte auf dem Glas zu lange zu kämpfen hat, kann man die Scheiben mit Schwamm oder Lappen abwischen. Vorausgesetzt, sie sind sauber: "Andernfalls können Schlieren entstehen."

Fahrzeug: Auch wenn bei den Winterreifen viele Autofahrer die berühmte "O bis O"-Regel anwenden, also zu Ostern und im Oktober die Räder wechseln: Im Oktober dieses Jahres hatten fast die Hälfte aller Autofahrer (43 Prozent) noch keinen Wintercheck gemacht. Acht Prozent der Befragten hielten das laut Innofact-Umfrage sogar für unnötig.

In Deutschland gilt situative Winterreifenpflicht. Das heißt: Bei winterlichen Bedingungen müssen Autofahrer mit passender Bereifung unterwegs sein. Die Gummimischung allein sorgt aber nicht für Grip. Auch die Profiltiefe muss stimmen. Vorgeschrieben sind mindestens 1,6 Millimeter. Nicht genug, findet Rademacher. "Wir empfehlen mindestens vier Millimeter."

Im Scheibenwischwasser sollte außerdem ausreichend Frostschutz sein. Wer es sich nicht zutraut, sein Auto in Eigenregie auf Wintertauglichkeit zu prüfen, sollte einen Wintercheck vom Profi in der Werkstatt machen lassen, rät Rademacher.

Pressemitteilung Autoscout 24 (pdf)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sie lohnt sich doch - Wer von der Riester-Rente profitiert
Die Riester-Rente hat keinen guten Ruf. Doch nüchtern betrachtet lohnt sie sich für viele - finden zumindest die Experten der Stiftung Warentest. Die Voraussetzung: …
Sie lohnt sich doch - Wer von der Riester-Rente profitiert
Jobportal: Arbeitgeber locken mit Betreuungsangeboten
Unternehmen versuchen mit Extraleistungen Arbeitnehmer zu werben. Dabei sind Betreuungsmöglichkeiten für Kinder in Jobanzeigen am häufigsten zu finden.
Jobportal: Arbeitgeber locken mit Betreuungsangeboten
Vermietete Immobilie modernisieren: abschreibbare Kosten
Wer eine Immobilie vermietet, investiert oft auch Geld in die Modernisierung. An den Kosten können Eigentümer grundsätzlich auch das Finanzamt beteiligen. Wie schnell …
Vermietete Immobilie modernisieren: abschreibbare Kosten
Katze knabbert Kabel an: Zahnprobleme können Ursache sein
Katzenbesitzer kennen das: Die Vierbeiner kauen an Kabeln herum. Das tun sie oftmals deswegen, weil sie Zahnschmerzen haben oder sich langweilen. Viel schlimmer sind …
Katze knabbert Kabel an: Zahnprobleme können Ursache sein

Kommentare