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"Wo ist Opa?" - Kleine Kinder begreifen den Tod noch nicht. Dennoch sollten sich Eltern nicht mit einer Notlüge behelfen. Foto: Tobias Hase

Schon mit Dreijährigen über den Tod sprechen

Düsseldorf (dpa/tmn) - Kinder unter zehn Jahren können mit der Vorstellung Tod wenig anfangen. Erwachsene sollten sie dennoch nicht belügen. Stirbt ein Verwandter oder Bekannter sollte dies offen kommuniziert werden.

Der Tod muss im Gespräch mit Kindern kein Tabuthema sein. Im Gegenteil: Eltern sprechen das Thema am besten so frühzeitig an, dass Kinder nicht erst damit konfrontiert werden, wenn etwa die Großeltern sterben. Je früher die Wörter sterben und Tod zum selbstverständlichen Wortschatz gehören, desto eher können die Kinder einen Todesfall in der Familie bewältigen. Leichter wird es, wenn Erwachsene mit dem Kind entsprechende Bilderbücher angucken, empfiehlt die Psychologin und Buchautorin Barbara Cramer. Das könnten Eltern schon mit Dreijährigen machen.

Richtig begreifen, was sterben bedeutet, können Kinder aber ungefähr erst mit zehn Jahren. Dann wissen sie, was es heißt, dass Opa gestorben ist und nicht mehr wiederkommt.

Manche Eltern wollen ihren Kindern nicht die ganze Wahrheit zumuten, und verwenden Bilder wie "Opa hat sich auf eine lange Reise gemacht". Das helfe aber nur für einen kurzen Moment, sagt Cramer in der Zeitschrift "Nido" (Ausgabe 11/2014). Denn als Nächstes fragen die Kinder: "Wann kommt er denn wieder? Warum schreibt er keine Postkarte?" Oder sie bekommen plötzlich Angst, wenn die Eltern übers Wochenende mal verreisen. Deshalb sei es besser, immer ehrlich zu bleiben.

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