+
Moskito Larven übertragen den Zika-Virus. Foto: Jeffrey Arguedas

Gesundheitsnotstand wegen Zika: Was Reisende wissen müssen

Globaler Gesundheitsnotstand wegen Zika - das klingt bedrohlich. Doch die Auswirkungen für Reisende sind derzeit gering. Schwangere sollten die Risikogebieten Lateinamerikas aber meiden. Die Reiseveranstalter bieten ihnen kostenlose Stornierungen an.

Berlin (dpa/tmn) - Die WHO hat wegen der Verbreitung des Zika-Virus den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Zuletzt tat sie dies bei Ebola. Doch die Folgen für Reisende halten sich derzeit noch in Grenzen. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Welche Einschränkungen haben Reisende wegen Zika?

Reisebeschränkungen in den von Zika betroffenen Ländern soll es nach derzeitigem Stand nicht geben, erklärte die Welttourismusorganisation UNWTO. Auf Flüge nach Mittel- und Südamerika hat der Notstand derzeit also keine Auswirkungen. Allerdings sollten Schwangere Reisen in die Risikogebiete vermeiden. Dazu raten die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG) und das Auswärtige Amt. Das Zika-Virus steht in Verdacht, bei Neugeborenen zu Schädelfehlbildungen zu führen. Es tritt derzeit in rund 20 Staaten Lateinamerikas auf, verstärkt in Brasilien und Kolumbien, aber auch in der Karibik.

Wie reagieren die Reiseveranstalter?

Die Veranstalter bieten Schwangeren an, gebuchte Reisen in ein Risikoland kostenlos umzubuchen oder zu stornieren. Bei Tui und Thomas Cook gilt diese Regel zunächst für Anreisen bis 31. März. Falls nötig, werde verlängert. DER Touristik nannte keine Datum. Betroffene müssen die Schwangerschaft nachweisen. Reisende mit Ziel Lateinamerika und vor Ort werden von den Veranstaltern über Zika informiert.

Was gilt für Individualreisende?

Wer als Schwangere ohne Veranstalter verreist, muss sich an die Fluggesellschaft wenden. Lufthansa etwa zeigt sich kulant: Wer vor dem 28. Januar 2016 ein Ticket in ein Risikogebiet gekauft hat, könne samt den mitreisenden Familienangehörigen ohne Gebühren umbuchen, sagte eine Sprecherin. Dies sei zunächst bis 31. März möglich. Notwendig ist ein entsprechendes Attest eines Arztes.

Wie kann ich mich vor Zika schützen?

Das Zika-Virus wird von ägyptischen Tigermücken (Aedes aegypti) übertragen. Reisende sollten sich mit Insektenschutzmittel, langer Kleidung und Moskitonetzen gegen Mückenstiche schützen, empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI). Einen Impfstoff gegen das Virus gibt es nicht. Allerdings verläuft die Erkrankung in der Regel harmlos. Manche Infizierte haben dem RKI zufolge gar keine Symptome.

Karte der WHO mit der Verbreitung des Zika-Virus

Fragen und Antworten zum Zika-Virus des RKI

Mitteilung des DTG

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erste Hilfe leicht gemacht: Herzmassage am wichtigsten
Kaum einer traut sich, Erste Hilfe zu leisten. Auch, weil viele nicht mehr wissen: Wie oft drücken und wie genau beatmen? Die Herzstiftung rät Laien deshalb, sich auf …
Erste Hilfe leicht gemacht: Herzmassage am wichtigsten
Es wird kalt: Wann müssen Vermieter die Heizung anstellen?
Manch einer friert jetzt schon in der Wohnung - und hat Pech, wenn er die Heizung aufdreht. Es bleibt kalt. Denn die Vermieter können sich nach der allgemeinen …
Es wird kalt: Wann müssen Vermieter die Heizung anstellen?
Ohne diesen längst vergessenen Schnaps geht bald nichts mehr
Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, dass nach den Craft-Bieren und dem wieder entflammten Gin-Kult auch dieser urdeutsche Schnaps ein Comeback feiert.
Ohne diesen längst vergessenen Schnaps geht bald nichts mehr
Das sind die drei größten Fehler von Personalern
Personaler beschweren sich oft über ihre Bewerber - dabei sind sie selbst nicht fehlerfrei. Welche Unarten HR-Mitarbeiter ablegen sollten, um besser zu werden.
Das sind die drei größten Fehler von Personalern

Kommentare