+
Wird ein Handy dienstlich benutzt, kann es steuerlich abgesetzt werden. Foto: Tanja Mori Monteiro

Smartphone für Dienstzwecke steuerlich absetzbar

Steuerpflichtige können die Anschaffung eines Smartphones anteilig als Werbungskosten geltend machen. Voraussetzung dafür: Sie nutzen das Telefon auch beruflich und können dies beim Finanzamt auch glaubhaft nachweisen.

Berlin (dpa/tmn) - Wer sein neues Smartphone auch beruflich nutzt, kann die Anschaffungskosten anteilig beim Finanzamt als Werbungskosten geltend machen. Steuerpflichtige müssen dann allerdings angeben, in welchem Umfang sie das Gerät für den Beruf verwenden.

Hinweise dazu kann beispielsweise das Berufsbild und die tatsächliche Tätigkeit des Arbeitnehmers geben. Darauf macht der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) aufmerksam. Wenn beides darauf schließen lassen, dass das Smartphone auch beruflich genutzt wird, ist nach ständiger Rechtsprechung von einer hälftigen beruflichen Nutzung auszugehen. Der Arbeitnehmer muss dann aber glaubhaft machen können, dass er das Smartphone in einem nicht unwesentlichen Umfang beruflich nutzt. Eine Bestätigung des Arbeitgebers, dass mit dem Smartphone auch berufliche Gespräche geführt werden, kann sinnvoll sein.

Wer einen höheren beruflichen Anteil - also als mehr 50 Prozent - geltend machen will, sollte über einen Zeitraum von drei Monaten genau aufzeichnen, in welchem Umfang das Smartphone privat und beruflich genutzt wird. Hilfreich dabei kann ein Einzelverbindungsnachweis sein, sowie detaillierte Notizen zur Gesprächslänge und dem Zweck des Telefonats.

Für die Abschreibung der Anschaffungskosten gilt: Wenn das Gerät nicht mehr als 487,90 Euro gekostet hat, können die Aufwendungen dafür in Höhe des beruflichen Nutzungsumfangs im Jahr der Anschaffung geltend gemacht werden. Ansonsten sind die Kosten über mehrere Jahre zu verteilen - entsprechend der AfA-Tabellen der Finanzämter können Steuerpflichtige von einer Nutzungsdauer von fünf Jahren ausgehen.

Wenn das Gerät vorher nicht mehr genutzt werden kann, weil beispielsweise der Akku nicht mehr funktioniert oder das Display defekt ist, gilt: Die noch nicht geltend gemachten Abschreibungsbeträge können in dem Jahr angegeben werden, in dem das Gerät ausgemustert wird.

Neben den Anschaffungskosten können Steuerpflichtige auch laufende Kosten für das beruflich genutzte Smartphone anteilig beim Finanzamt angeben. Auch ohne Einzelnachweis können dann bis zu 20 Prozent des Rechnungsbetrags, jedoch höchstens 20 Euro, monatlich als Werbungskosten angesetzt werden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wann und wie oft muss ich den Rasen düngen?
Wenn der Rasen keinen Gefallen findet, wir erst einmal zum Düngemittel gegriffen. Doch wann und wie oft braucht das Gras eigentlich chemische Hilfe?
Wann und wie oft muss ich den Rasen düngen?
Schärfere EU-Regeln für Bio-Lebensmittel verabschiedet
Der Hunger auf Bio-Produkte wächst. Die EU will diese Lebensmittel noch strenger kontrollieren. Auch Öko-Bauern sollen in die Pflicht genommen werden und ihre Produkte …
Schärfere EU-Regeln für Bio-Lebensmittel verabschiedet
"Einbrecher kommen nachts": Das steckt hinter Einbruchs-Mythen
Tagsüber bricht doch niemand ins Haus ein und der Fernseher ist das erste, was der Dieb sich schnappt? Wir nehmen Mythen rund um Einbrecher unter die Lupe.
"Einbrecher kommen nachts": Das steckt hinter Einbruchs-Mythen
Richtig Fenster putzen: Streifenfrei reinigen leicht gemacht
Nichts ist haarsträubender als Schlieren, die frisch geputzte Fenster verunstalten. Mit wenigen Tricks sorgen Sie für vollen Durchblick.
Richtig Fenster putzen: Streifenfrei reinigen leicht gemacht

Kommentare