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Eltern sollten ein offenes Ohr für die Gefühle ihre Kinder haben, sich aber auch nicht aufdrängen. Foto: Jens Kalaene

So sprechen Eltern Sex und Verhütung an

Wie kann man als Elternteil mit dem Kind über die oft als heikel empfundenen Themen Sex und Verhütung reden? Wie viel Gespräch und Rat sind empfehlenswert, und in welcher Form sind sie angebracht? Hier ein paar Tipps.

Berlin (dpa/tmn) - Vielen Eltern ist es unangenehm, mit ihren Kindern über Themen wie Sexualität und Verhütung zu sprechen. Und andersherum ist es meistens noch schlimmer. Grundsätzlich drängen sich Eltern am besten nicht auf, überlassen die Jugendlichen aber auch nicht sich selbst.

"Eltern sollten die Jugendlichen sensibel beobachten und aufmerksam sein, wenn sie sich verlieben", rät Maria Große Perdekamp. Sie ist Leiterin der Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. In einer passenden Situation könnten sie die heiklen Themen dann mit einem Augenzwinkern ansprechen. Manchmal helfe es auch, von eigenen Erfahrungen von früher zu erzählen.

"Wichtig ist, dass die Eltern nicht versuchen, dem Nachwuchs die eigene Meinung überzustülpen", sagt Große Perdekamp. Das gilt zum Beispiel dann, wenn es um den richtigen Zeitpunkt für das erste Mal oder die richtige Verhütung geht. Sie empfiehlt, die Kinder nach deren Ansicht zu fragen.

Außerdem rät die Expertin Müttern und Vätern, sich nicht zu sehr einzumischen. Sie sollten ihre eigene Haltung überdenken - und sehen, was gesellschaftlich vermittelt wird. Wichtigster Tipp der Expertin: Die Signale der Jugendlichen wahrnehmen und dann in einer guten Gelegenheit daran anknüpfen.

Online-Beratung der BKE

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