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Verlage bieten immer öfter Apps und Lernspiele als Ergänzung zu klassischen Bilderbüchern an. Foto: Carmen Jaspersen

Spielen in der Altersklasse

Nicht immer müssen Spielsachen teuer sein. Bei Kinderbüchern als App empfielt es sich, genau hinschauen. Wer spielend lernen soll, braucht einen Bezug zur Anwendung.

Spielzeug für Babys im Krabbelalter muss nicht teuer sein

Fängt der Nachwuchs an zu krabbeln, sind Gegenstände besonders interessant, die rollen. Dafür müssen Eltern keine teuren Spielsachen kaufen, berichtet die Zeitschrift "Junge Familie" (Ausgabe 2/2016). Vieles hat man zu Hause oder ist schnell selbst gemacht. Für Begeisterung sorgt bei vielen Babys eine Küchenrolle, die sich abrollt, wenn sie angestupst wird. Gut kommt auch eine Schublade mit allerlei ungefährlichen Küchenutensilien an, die das Baby ein- und ausräumen kann. Die anderen Schubladen in der Küchen sperrt man möglichst mit einer Kinderabsicherung ab.

Mit dem Krabbeln beginnen Babys häufig zwischen dem zehnten und zwölften Lebensmonat. Eltern sollten sich aber keine Sorgen machen, wenn es länger dauert. Jedes Baby hat sein eigenes Tempo.

Eltern sollten bei Kinderbuch-Apps auf Werbung achten

Eltern sollten bei einer Kinderbuch-App darauf achten, dass sie keine Werbung enthält. Außerdem sollte eine solche Anwendung frei von ängstigenden Inhalten sein und keine Verlinkungen zu App-Shops oder sozialen Netzwerken enthalten. Darauf weist Initiative "Schau hin! Was dein Kind mit Medien macht" hin. In jedem Fall sollten Eltern sich zunächst ein eigenes Bild von der App machen, sie dann gemeinsam mit ihrem Kind anschauen und dessen Reaktionen beobachten. Dann können sie entscheiden, ob die Anwendung geeignet ist oder nicht.

Grundsätzlich sollten Kinder unter drei Jahren mobile Geräte höchstens eine Viertelstunde, Kinder bis fünf eine halbe Stunde nutzen, rät die Initiative. Außerdem sollten Eltern bei der Nutzung unbedingt dabei sein.

Lernspiel sollte Wissen anwendungsbezogen vermitteln

Viele Kinder üben den Unterrichtsstoff mit Hilfe von Lernspielen am PC oder Tablet. Solche Spiele sollten zum einen den Lernzielen der Schule entsprechen und intuitiv zu bedienen sein, erläutert die Initiative "Schau hin! Was Dein Kind mit Medien macht". Außerdem sollte das Wissen nicht bloß wiedergegeben werden. Besser ist es, wenn die Kinder direkt zum Anwenden animiert werden. Sind Eltern unsicher, fragen sie am besten die Lehrer oder andere Mütter und Väter, ob die ein Lernspiel empfehlen können. Ein mögliches Gütezeichen sind Softwarepreise. Das sind beispielsweise Giga Maus, digita, der Comenius-Edumedia-Award, der Deutsche Computerspielepreis und Tommi.

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