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Auch im Bauch kommt Musik schon bei Babys an. Schädlich für ihre Ohren ist das nicht. Foto: Mascha Brichta

Spieluhr auf den Bauch: Ungeborene stört Lärm kaum

Aus Rücksicht auf das Baby, setzten Schwangere sich oft keinem Lärm mehr aus. Sie verzichten dann etwa auf Rockkonzerte oder laute Actionfilme im Kino. Dabei ist das Kind gegen akustische Belastung meist ausreichend geschützt.

Lübeck (dpa/tmn) - Wie viel bekommen Babys im Bauch eigentlich vom Lärm in ihrer Umgebung mit? "Nicht viel. Die Bauchdecke dämpft alles sehr stark", erklärt Prof. Rainer Schönweiler. Er ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie.

Vor allem hohe Frequenzen werden gut abgeschirmt, etwa um 60 Dezibel. Selbst wenn eine Schwangere auf ein Rockkonzert geht, und dort Musik mit 130 Dezibel ausgesetzt ist, würden das Baby etwa nur 70 Dezibel erreichen. "Das ist nicht lärmschädigend", sagt Schönweiler.

Und was ist mit einer Spieluhr, die sich Frauen auf den Bauch legen? Davon erreichen das Baby höchstens 30 bis 35 Dezibel. Passieren kann dabei laut Schönweiler also nichts. Nötig ist die nahe Beschallung aber auch nicht: "Babys hören die Musik auch, ohne dass sie ihnen an den Bauch gehalten wird."

Ab der 26. Schwangerschaftswoche ist das Innenohr von Ungeborenen voll entwickelt. Durch die Bauchdecke klingen Geräusche ungefähr so, wie wenn man sich die Finger in die Ohren steckt. Während der Schwangerschaft gewöhnt sich das Baby beispielsweise an die Stimme der Mutter, die es nach der Geburt sofort wiedererkennt. Auch die Melodie einer Spieluhr kommt ihm dann bekannt vor. Studien zur Musikerkennung gebe es aber keine.

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