Tsunami-Warnung! Erdbeben der Stärke 8,2 vor Alaskas Küste

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Ein wichtiges Hilfsmittel, das man Ertrinkenden zuwerfen sollte, falls das möglich ist. Foto: Soeren Stache

Still und schnell: Ertrinken fällt oft nicht auf

Ein Badeausflug kann vor allem für Eltern sehr anstrengend sein. Badende Kinder sollten sie nämlich nie aus den Augen lassen. Schwimmflügel können leicht von den Armen rutschen, und Ertrinkende haben oft keine Möglichkeit mehr, rechtzeitig um Hilfe zu rufen.

Bad Nenndorf/München (dpa/tmn) - Lautes Rufen, Wasserspritzen und Armwedeln: In den seltensten Fällen sind das Anzeichen für ein Ertrinken. In 90 Prozent der Fälle passiert das still. Auf welche Hinweise Badende achten sollten und wie sie richtig reagieren, zeigt dieser Überblick:

Woran erkenne ich, dass jemand ertrinkt?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Formen: dem Badetod und dem Ertrinkungstod. "Bei ersterem hat jemand im Wasser beispielsweise einen Herzinfarkt oder Schlaganfall", erklärt Madita Lang. Sie ist bei der Wasserwacht Ausbilderin für Wasserretter im schwäbischen Marktoberdorf. Die Person geht meist geräuschlos direkt an der Stelle unter, an der sie eben noch im Wasser war. Das Tückische: Schwimmt oder steht man nicht direkt daneben, bekommt man es in der Regel nicht mit und kann nicht eingreifen. Je nach Wassertemperatur sind die Überlebenschancen in so einer Situation nicht sehr groß: "Nach drei Minuten ohne Luft sinkt die Chance auf Wiederbelebung auf unter 50 Prozent", erklärt Harald Rehn, Referent für Ausbildung bei der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

Anders sieht es beim Ertrinkungstod aus: Hier sind Badende erschöpft, unterkühlt oder bekommen einen Krampf. Sie versuchen noch eine Weile, sich über Wasser zu halten, rudern mit den Armen oder rufen um Hilfe. Ihre Kraft lässt aber nach wenigen Minuten nach. Sobald der Kopf unter Wasser gerät, fließt Wasser in die Lunge, was das Ertrinken zusätzlich beschleunigt.

Wie reagiere ich richtig?

Auch wenn der erste Impuls vielleicht ist, zu einer um Hilfe rufenden Person hinzuschwimmen: "Das ist genau das Falsche", warnt Lang. Denn wer kurz vor dem Untergehen ist, ist panisch. Deshalb besteht die Gefahr, dass der Helfer mit nach unten gezogen wird und ebenfalls ertrinkt. Oberste Priorität hat deshalb, einen Notruf abzusetzen. "Danach versuche ich, der Person etwas zuzuwerfen, an dem sie sich festhalten kann", sagt Lang. Das kann ein Rettungsring sein, aber auch ein Ball oder Schwimmbrett. Ein Rettungsboot wird dann versuchen, den Schwimmer zurück an Land zu bringen.

Warum ertrinken Kinder trotz Schwimmflügeln?

Weil sie Kinder in keine stabile Position im Wasser bringen können, erklärt Lang. "Sie kippen um, und der Kopf hängt dann nach vorne ins Wasser." Gefährlich ist auch Sonnencreme an den Armen, die die Schwimmflügel abrutschen lässt. In keinem Fall dürfen Eltern ihre Kinder im Wasser aus den Augen lassen: auch nicht da, wo das Wasser seicht ist und sie noch stehen können.

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