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Wenn Pferde in der prallen Sonne grasen, brauchen sie auch Sonnenschutz. Foto: Benjamin Nolte

Empfindliche Nase

Auch Pferde können Sonnenbrand bekommen

Pferden geht es im Hochsommer ähnlich wie Menschen: Sie brauchen ein schattiges Plätzchen, genug zu trinken und Sonnenschutz. Aber wie können Pferdebesitzer das gewährleisten?

Bramsche (dpa/tmn) - Muss das Pferd bei brennender Sonne den Tag über auf der Koppel stehen, sollte der Halter zumindest für Schatten sorgen. "Wer keinen Unterstand oder Bäume hat, kann auch ein Partyzelt aufstellen", schlägt Sabine Gosch von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) vor.

Denn ohne Schatten drohen Hitzschlag oder Sonnenstich. "Die erkennt man daran, wenn das Pferd anfängt zu zittern, zu schwitzen oder sich hinlegt", beschreibt Gosch die Symptome. Wer absolut nicht für ein schattiges Plätzchen sorgen kann, sollte das Pferd bereits am späten Vormittag wieder in den Stall holen. Dort sei es dann bei Hitze besser aufgehoben.

Bleibt es dagegen auf der Koppel, sollte dort auch genügend frisches Wasser zur Verfügung stehen. Es wird möglichst täglich gewechselt. Oft sehe man auf Koppeln eine alte Badewanne. Doch deren Größe könne dazu verleiten, das Wasser zu selten zu wechseln, weiß Tierärztin Gosch. "Darin vermehren sich dann schnell Algen." Sie empfiehlt deshalb kleinere Gefäße, die auch schneller gereinigt und neu befüllt werden können.

Auch Pferde können übrigens Sonnenbrand bekommen. "Vor allem an unbehaarten und schwach behaarten Stellen am Kopf, etwa um die Augen oder die Nüstern", zählt Gosch auf. Besonders Pferde mit heller Haut seien gefährdet. Eine einfache Sonnenmilch aus der Drogerie reiche oft schon zum Schutz aus.

Allerdings könnten Pferde auch auf Sonnenmilch allergisch reagieren, was sich durch Mallorca-Akne ähnelnde Pusteln äußert. "Deshalb benutze ich für mein Pferd vorsichtshalber immer Zinksalbe. Sie wirkt wie ein Sun Blocker", sagt die Tierärztin.

Und wenn das Pferd auf der Koppel nur noch verbranntes Gras vorfindet? "Das macht nichts. Die Weiden sind in unseren Breiten oft schon fast zu nährstoffreich, was für die Pferde gar nicht so gut ist", erklärt Gosch. "Pferde haben ein Kaubedürfnis und das können sie auch mit verdorrtem Gras befriedigen."

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