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Innige Liebe: Gorilladame stirbt in den Armen von Lieblings-Pfleger

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Von: Jasmin Farah

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Über zehn Jahre kümmert sich ein Pfleger aufopferungsvoll um die Berggorilla-Dame. Dann stirbt sie nach schwerer Krankheit. Sie bleibt unvergessen.

Es gibt nur noch wenige Berggorillas weltweit. In der Vergangenheit sind sie oftmals Opfer von Wilderern geworden. Darüber hinaus wurde ihr Lebensraum durch Abholzung zerstört. Aus diesem Grund gelten sie sogar akut vom Aussterben bedroht. Eine letzte Zuflucht finden sie unter anderem im Virunga-Nationalpark im Osten Kongos. Dort leben etwa 1.000 Tiere leben im Grenzgebiet von Uganda, Ruanda und dem Kongo. Doch im vergangenen Jahr hat die kleine Gemeinschaft ein wertvolles Mitglied verloren: Gorillawaise Ndakasi.

Starke Bindung: Gorillawaise Ndakasi stirbt in Armen von Pfleger

Wie der Virunga-Nationalpark auf seiner offiziellen Facebook-Seite berichtet, soll die Gorilla-Dame im vergangenen September verstorben sein. Nach längerer Krankheit habe sich ihr Gesundheitszustand schnell verschlechtert und sie habe ihre Augen in den Armen ihres Lieblingspflegers Andre für immer geschlossen. Das herzergreifende Bild ging damals viral und sorgte seitdem für über 17.000 Likes und wurde über 2.000 Mal kommentiert und fast 4.000 Mal geteilt.

Unter dem Bild, in dem sich die Gorillawaise, die bereits seit über zehn Jahren im Virunga Nationalpark lebte, fest an ihren Pfleger und besten Freund schmiegt, steht ein rührender Nachruf. Darin geht es unter anderem um die besondere Beziehung zwischen Tier und Mensch.

Starke Bindung: Gorillawaise Ndakasi wurde in Bild verewigt

2007 war Ndasaki in die Aufzuchtstation des Virunga-Nationalparks gekommen, das sich speziell um verwaiste Gorillababys kümmert. Offenbar soll Ndasaki mit gerade mal zwei Monaten allein in der Wildnis gefunden worden sein. Sie klammerte sich an den Leichnam ihrer Mutter, die von Wilderern getötet worden war. Demnach soll damals Pfleger Andre die erste Nacht bei dem verängstigten Gorillababy gewesen sein und sich seitdem liebevoll um Ndasaki gekümmert haben.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Und obwohl Berggorillas etwa 40 bis 45 Jahre alt werden können, ist die Gorilla-Dame aufgrund ihrer Krankheit gerade mal 14 geworden. Doch die Erinnerung an sie lebt weiter. Ein kongolesischer Künstler namens John-Primo zeigt in seiner Ausstellung „Gestern bis heute“ Kunstwerke und Porträts, auf einem ist auch Pfleger Andre zu sehen, wie er lächelnd Ndasaki auf dem Rücken trägt. Dieses Bild bleibt sicherlich auch weiterhin für viele unvergessen.

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