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Weil Pferde im fortgeschrittenen Alter schlechter sehen und hören, erschrecken sie sich schnell. Halter nähern sich ihnen am besten im großen Bogen. Foto: Felix Kästle/dpa

Altersschwächen

Betagte Pferde erschrecken sich leichter

Mit dem Alter werden die Sinnesorgane schwächer. Das gilt auch für Pferde, die sich in dieser Lebensphase schneller erschrecken. Deswegen müssen Halter den Umgang mit ihnen ändern.

Bramsche (dpa/tmn) - Bei vielen Pferden lassen Sinnesorgane wie Ohren und Augen im Alter nach. Halter bemerken das meist daran, dass ihr Tier auf einmal schreckhafter ist als sonst.

Oft bekommen Pferde einen Grauen Star, das heißt, die Linse trübt sich ein: "Insgesamt kommen Pferde mit ihrer nachlassenden Sehrkraft aber gut klar", erklärt Sabine Gosch von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz. Das liege daran, dass sich Pferde ihre Umgebung sehr gut einprägen können.

Auch das Hell- und Dunkelsehen wird bei den meisten Pferden ab Anfang 20 schlechter: Kommen sie von draußen in einen dunklen Stall, kann es deshalb etwas dauern, bis sie sich zurechtfinden. Oft stoppen die Tiere auch abrupt, wenn sie in einen dunkleren Raum kommen. Zur Sicherheit sollten Halter in den Gängen nichts herumstehen lassen.

Das nachlassende Gehör führt dazu, dass die Vierbeiner Geräusche nicht mehr gut orten können. Manchmal laufen sie dann auf die Quelle des Geräuschs zu statt weg. Außerdem merken sie nicht mehr so schnell, wenn sich ihnen jemand nähert. "Deshalb das Tier nicht einfach anfassen, sondern laut ansprechen und sich im großen Bogen nähern", rät Gosch.

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