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Ein Clickertraining basiert auf Belohnung. Dazu sollte zuvor herausgefunden werden, was ein Leckerbissen für das Tier ist. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

Auf dem Spaßgipfel aufhören

Clickerübungen mit Papagei & Co

Das Trainieren und Dressieren von Tieren mit einem Clicker kann Mensch und Tier viel Spaß bringen. Wichtig ist jedoch, dass das Tier nicht überfordert wird.

Bretten (dpa/tmn) - Mit dem Geräusch eines sogenannten Clickers kann man Tieren ein bestimmtes Verhalten antrainieren. Denn immer wenn es klackt, weiß das Tier: Jetzt kommt eine Belohnung.

Wenn diese Trainingsform mit Papagei und Sittich nicht den gewünschten Erfolg hat, sind meist Fehler des Trainers Schuld, weiß Vogeltrainerin Ann Castro: "Wenn der Vogel bei einer Übung deutlich zögert oder sich sogar ganz verweigert, ist das ein Anzeichen für Überforderung", erklärt die Bloggerin in "Wellensittich & Papageien" (Ausgabe 4/2019).

Auf der Waage stehen, Medizin aus der Pipette trinken oder einfach nur auf den Finger hüpfen: All das können mögliche Ziele für das Training sein. Dabei rät Castro die Übungen in kleinstmögliche Schritte zu unterteilen. Dadurch haben Tier und Halter leichter Erfolgserlebnisse und Spaß, statt Frust und Verängstigung. Beim Training sollte man dem Vogel volle Aufmerksamkeit schenken - und nicht mehrere Dinge gleichzeitig machen.

Ob Hirsekolben, Kiefernsamen oder Sonnenblumenkerne - vor dem Clickern gilt es, den liebsten Leckerbissen des Vogels herauszufinden. Denn Clickertraining basiert auf Belohnung. Die Belohnungen sollten klein, aber häufig sein. Psychologisch ebenso wichtig: Eine Trainingseinheit sollte nicht länger als zwei Minuten dauern und immer beendet werden, wenn es am meisten Spaß macht. So behält der Vogel im Kopf, wie toll das Training war und nicht wie mühsam.

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