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Sie brauchen besonderen Schutz

Die tierischen Stars des Jahres 2016

Jeder kennt Feldhamster, Hecht oder Stieglitz – zumindest dem Namen nach oder von Bildern. Aber Hand aufs Herz: Wann haben Sie zuletzt eines dieser heimischen Tiere gesehen?

Und genau darum geht es den Arten und Naturschutzverbänden, die in jedem Jahr die Tiere des Jahres küren. Sie wollen, dass wir wieder neugierig werden auf unsere heimische Tierwelt. Denn nur, was der Mensch kennt, ist er auch zu schützen bereit. 

Das sind die Tiere des Jahres 2016:

Wildtier des Jahres: Feldhamster 

Das Nagetier ist wegen seines bunten Fells und des possierlichen Aussehens gut bekannt, das schützt es allerdings nicht vorm Aussterben. Die moderne Landwirtschaft lässt kaum etwas übrig für den Feldhamster, der sich ja einen Körnervorrat für den Winter anlegen muss. Grund der Wahl: Feldhamster brauchen mehr Unterstützung. Jury: Schutzgemeinschaft Deutsches Wild.

Vogel des Jahres: Stieglitz 

Bei dem auch Distelfink genannten zwölf Zentimeter kleinem Tierchen handelt es sich um einen der buntesten Vögel in Deutschland. Zudem ist er gesellig und lebt gern nahe von anderen Vogelpaaren. Er ernährt sich von den Samen verschiedener Blumen, Gräser und Bäume. Grund der Wahl: In den letzten 20 Jahren hat sich der Bestand an Brutpaaren auf geschätzte 50 0000 fast halbiert! Jury: Naturschutzbund Deutschland.

Lurch des Jahres: Feuersalamander 

Seine Heimat sind die feuchten Laubmischwälder, allerdings nehmen ihm Forstwirtschaft und der Freizeitverkehr auf Waldwegen die Lebensräume. Ein aus Asien eingeschleppter Hautpilz bedroht die Art. Grund der Wahl: Die Bestände gehen besorgniserregend zurück. Jury: Gesellschaft für Herpetologie u. Terrarienkunde.

Schmetterling des Jahres: Stachelbeerspanner 

Er ist besonders prächtig und wird auch Harlekin genannt. Ist der Nachtfalter geschlüpft, frisst er nicht mehr und lebt nur noch für Paarung und Eiablage. Grund der Wahl: Der Falter steht auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Jury: BUND NRW Naturschutzstiftung.

Fisch des Jahres: Hecht

Hechte sind zwischen 50 und 100 Zentimeter groß, sie fressen nicht nur andere Fische, sondern auch Vögel und Mäuse. Zur Fortpflanzung braucht der Fisch intakte Ufer und Auenbereiche entlang der Gewässer. Grund der Wahl: Der Raubfisch ist zwar weit verbreitet, aber die Bestände in den einzelnen Gewässern sind niedrig. Jury: Deutscher Angelfischerverband.

Nutztierrasse des Jahres: Regionale Rinderrassen 

Drei regionale Rinderrassen stehen im Mittelpunkt: das an die Alpen angepasste Original Braunvieh, das Glanrind der Mittgebirge (Foto) und das in der Küstenregion beheimatete Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind. Grund der Wahl: Die Auswahl soll die frühere Vielfalt verdeutlichen, die immer weiter schwindet. Jury: Gesellschaft zur Erhaltung alter Nutztierrassen.

Libelle des Jahres: Gemeine Binsenjungfer 

Sie schillert grün-metallisch, ist etwa vier Zentimeter klein und braucht Gewässer mit ruhigem Wasserstand, um zu überleben. Doch immer mehr Tümpel trocknen aus, daher geht der Bestand der Binsenjungfern zurück. Grund der Wahl: Die Binsenjungfer ist eine Frühwarnerin vor den Auswirkungen des Klimawandels. Jury: Gesellschaft deutschsprachiger Odanotologen und BUND.

Insekt des Jahres: Dunkelbrauner Kugelspringer

Nur vier Millimeter ist der Kugelspringer groß, aber wenn er gereizt wird, katapultiert er sich mit seinem Springschwanz au- ßer Reichweite. Kugelspringer ernähren sich von Algen, die sie von lebenden Bäumen abgrasen. Grund der Wahl: Das Vorkommen des Urinsekts (keine Flügel, aber sechs Beine) soll besser erforscht werden. Jury: Kuratorium Insekt des Jahres.

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