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Die einzigartige Einrichtung SOCP unterhält auf der Insel drei verschiedene Quarantäne- und Trainingscenter für die bedrohten Tiere: Dort werden gerettete Orang-Utans gesundgepflegt und wieder ausgewildert.

Fit für den Dschungel? 

Einmaliges Auswilderungsprojekt für Orang-Utans

Die einzigartigen großen Menschenaffen Südostasiens sind vom Aussterben bedroht. Nur noch 6500 Orang-Utans leben auf der Insel Sumatra in Indonesien.

Die friedliebenden Primaten sind Opfer der rasanten Regenwaldabholzung. Wertvolle Tropenwälder und Sumpfgebiete werden abgeholzt und trockengelegt für die Holzgewinnung und für Palmölplantagen. Dadurch verlieren die Affen ihren Lebensraum, sie drängen sich auf immer schmaleren Streifen entlang der Plantagen. Und obwohl sie geschützt sind, werden Orang-Utans gejagt. Ein Babyaffe als Haustier gilt noch bei vielen Indonesiern als Statussymbol. Um die Jungtiere zu bekommen, werden die Mütter vom Baum runtergeschossen. 

Häufig werden die Jungtiere später bei einer Razzia gegen den illegalen Affenhandel gefunden und beschlagnahmt. Viele Tierbabys werden schwer krank und dann einfach ausgesetzt. Aber auch bei Verkehrsunfällen verletzte Tiere oder erwachsene Orang-Utans, die krank aufgelesen werden, finden Zuflucht in die 1999 eingerichtete Auffangstation. 

Die Pfleger zeigen, wo man Futter findet.

Die Gesellschaft betreibt neben einer Orang-Utan- Klinik, zwei Auswilderungscamps und auch Forschungshäuser. Denn je mehr die Tierschützer über die Gewohnheiten und Bedürfnisse der Orang-Utans wissen, desto bessern können sie ihnen helfen. Die Rettung der Affen wird vom Staat unterstützt und ist streng geregelt. Erst nach einer Quarantänezeit, können die Tiere in ein Auswilderungsprogramm übersiedeln. So soll sichergestellt werden, dass keine Krankheiten weiterverbreitet werden. Alle Pfleger und Tierärzte tragen Mundschutz, um die Affen nicht versehentlich mit einem Erreger anzustecken. Gerade die noch jungen Tiere, die meist nur kurze Zeit mit ihren Müttern und Artgenossen verbringen konnten, müssen alles neu lernen. Die Pfleger kümmern sich geduldig, klettern sogar mit auf die Bäume und helfen beim Futtersuchen. 

Über 200 Tiere wurden schon wieder fit für den Dschungel gemacht

Es ist eine zeitaufwendige Arbeit, aber sie lohnt sich. Bisher wurden genau 286 Orang- Utans aufgenommen, 218 davon wurden schon ausgewildert. Sie leben nun im Nationalpark Jambi, aus dem die Orang-Utans vor vielen Jahren vertrieben wurden. So entstanden zwei ganz neue Affenfamilien, die helfen, den Fortbestand der Orang- Utans auf Sumatra zu sichern.

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