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Fasching und Tiere: Was ist zu beachten?

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Wenn zur fünften Jahreszeit Herrchen und Frauchen ausgelassen Fasching feiern, sollten Sie Zamperl und Stubentiger nicht nicht vernachlässigen.

Weihnachten und Silvester liegen gerade erst hinter uns und schon befinden wir uns wieder mitten drin in der „fünften Jahreszeit“ – dem Fasching. Laute Umzüge, hemmungslose Narrenfeste und feuchtfröhliche Kostümpartys machen uns Menschen mit ihrer Ausgelassenheit eine große Freude. Für viele Haustiere bedeutet der Fasching jedoch eine mindestens genau so schreckliche Erfahrung, wie die Knallerei zu Silvester – vor allem für jene Tiere, die von ihren verantwortungslosen Haltern in den ausgelassenen Trubel mitgenommen werden.

„Hunde haben auf einem Faschingsumzug nichts zu suchen und sie dorthin mitzunehmen grenzt an Tierquälerei!“ meint Sascha Sautner, Sprecher des Tierschutz-Vereins Pfotenhilfe. „Die Geräuschkulisse, Pistolenschüsse, Trompeten, Trommeln, Rasseln oder andere Krachmacher verschrecken die Tiere nur unnötig. So etwas kann beim Vierbeiner unter Umständen zu einem Knalltrauma führen“ fügt der Tierschützer hinzu. Nicht nur der Lärm kann für unsere Schützlinge zur Gefahr werden, auch auf dem Boden lauern bei Umzügen und Straßenfesten viele Gefahren. Scherben von heruntergefallenen Trinkgläsern und Flaschen oder klebrige Naschsachen, die für das Tier alles andere als gesund sind.

Auch für Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Vögel kann ein Faschingsumzug oder eine Faschingsparty schnell viel Stress bedeuten. Wenn ein Umzug direkt an Ihrem Haus entlangzieht, dann ist es empfehlenswert, die Käfige der Tiere in einen ruhigen Raum zu übersiedeln. Das gilt auch für Kinderpartys. Tiere wie Meerschweinchen sind extrem schreckhaft und darum sollten diese Tiere erst gar nicht im Kinderzimmer gehalten werden. Vor allem wenn es um Kinderfeste geht, sollten die Kids darauf aufmerksam gemacht werden, mit den Tieren keinen Schabernack zu treiben. Zum Glück lassen sich Katzen diesen Unsinn meist nicht gefallen, Hunde lassen jedoch oft vieles über sich ergehen und leiden meist still.

Wenn man sich also bereits vor dem Fasching mit den Bedürfnissen seines Tieres auseinandersetzt und dementsprechend vorsorgt, dann sollte dem ausgelassenen aber tierfreundlichen Treiben nichts im Wege stehen.

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