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Die Gemeine Keiljungfer ist die "Libelle des Jahres 2017". Foto: Günter J. Loos

Preisträger

Gemeine Keiljungfer ist "Libelle des Jahres 2017"

Von dieser Ehrung wird die Gemeine Keiljungfer wohl nicht viel mitbekommen: Das Flügeltier, das hauptsächlich in der Nähe von Bachläufen und Flussauauen Zuhause ist, wurde zur "Libelle des Jahres" gewählt - ein Titel mit symbolischer Bedeutung.

Berlin (dpa) - Die Gemeine Keiljungfer ist die "Libelle des Jahres 2017". Wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und die Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen mitteilten, wurde die schwarz-gelbe Libelle stellvertretend für Arten gewählt, die stark von intakten Flüssen und Bächen abhängig sind.

Die Gemeine Keiljungfer kommt an kleinen Bachläufen ebenso vor wie in großen Flussauen. Allerdings befinde sich nur ein kleiner Teil dieser Gewässer in einem guten oder sehr guten Zustand. "Gerade in Deutschland sind Fließgewässer oft mit einem Cocktail aus Medikamentenrückständen und Pestiziden belastet, der Tiere und Gewässerpflanzen schädigt", erklärte BUND-Experte Dennis Klein. Auch plötzliche Strömungen und der Wellenschlag von Schiffen mache dem Insekt mit dem Fachnamen Gomphus vulgatissimus und seinen Larven zu schaffen.

Von den rund 80 Libellenarten in Deutschland stehen den Angaben zufolge 36 auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Mit der "Libelle des Jahres" wollen Wissenschaftler und Naturschützer auf die Vielfalt der Arten sowie Bedrohungen aufmerksam machen.

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