1860 trauert um „Atom-Otto“

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Ein deutliches Statement auf einem Markierungs-Fähnchen in Goslar.

Witzige Facebook-Aktion

Goslar kämpft mit Fähnchen-Markierung gegen Hundehaufen

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Goslar - Die Kaiserstadt am Harz hat ein tierisches Problem. Hundebesitzer lassen ihre Vierbeiner immer wieder ihr Geschäft auf der Straße verrichten. Eine verrückte Facebook-Aktion soll jetzt dagegen wirken.

Das stinkt den Goslarern bis zum Himmel: Obwohl seit 2012 insgesamt 39 Hundebeutelspender im Stadtgebiet aufgestellt sind, leidet die Stadt Jahr für Jahr unter dem enormen Dreck, den die exakt 3133 gemeldeten Hunde auf den Gehwegen und Grünanlagen hinterlassen. Über eine Tonne Hundekot musste im vergangenen Jahr von einem speziell angeschafften „Staubsauger“ entfernt werden.

"Vor allem am Ende des Winters, wenn der Schnee schmilzt und alles was darunter versteckt war zum Vorschein kommt, häufen sich die Beschwerden der Anwohner,“ sagt Pressesprecherin Vanessa Nöhr. Zwar wurden bereits empfindliche Strafen gegen die Kot-Sünder eingeführt - „Ersttäter“ zahlen 35 Euro, „Wiederholungstäter“ sogar 75 Euro - doch das brachte nicht den gewünschten Effekt. Schließlich gibt es keine Kot-Analyse, an der der verantwortliche Hund identifiziert werden kann.

Darum haben sich die Goslarer nun eine witzige Aktion ausgedacht, mit der sie Einwohner und Touristen der Weltkulturerbestadt wieder mehr auf das Problem aufmerksam machen wollen. Inspiriert von der Idee anderer Städte, gefundene Hundehaufen mit einem Fähnchen auszustatten, geht man in Goslar sogar noch ein Stück weiter. Seit Dienstag kann man sich im Bürgerbüro mit kleinen Fähnchen ausstatten, auf die man als Finder eines Hundehaufens einen witzigen Spruch schreiben soll. Der Haufen, ausgestattet mit Fähnchen, soll anschließend fotografiert und in der Facebook-Gruppe „Der Haufen muss mit“ hochgeladen werden. 

„Wir wollen die Leute wieder mehr für das Thema sensibilisieren,“ so Nöhr. „Und bis jetzt klappt das gut. Wir haben in drei Tagen schon unglaublich viel Aufmerksamkeit bekommen. Die Leute beteiligen sich fleißig.“ Noch bis zum 20. März läuft die Aktion. Der Teilnehmer, dessen Hundehaufen-Fähnchen die meisten Facebook-Likes erzielt, gewinnt sogar einen Preis. „Wir verraten nicht, was es ist. Aber auch als Nicht-Hundebesitzer kann man was damit anfangen,“ lacht Vanessa Nöhr. Nun hoffen die Stadtoberen, dass die Goslarer Hundebesitzer durch die Aktion wieder an ihre Verantwortung gegenüber den öffentlichen Flächen erinnert werden.

Katharina Haase

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