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Kaninchen sollten ständig Heu, Gras und Löwenzahn als Futter bekommen, damit ihr Zahnabrieb konstant bleibt. Foto: Jens Schierenbeck

Richtig füttern

Heu und Gras verhindern Zahnprobleme bei Kaninchen

Meerschweinchen und Kaninchen brauchen ausreichend Zahnabrieb - sonst drohen Krankheiten und Gewichtsverlust. Mit dem passenden Futter können Tierhalter vorbeugen.

Düsseldorf (dpa/tmn) - Wenn das Meerschweinchen oder Kaninchen nicht frisst, wenn es antriebslos ist oder Schwierigkeiten mit der Verdauung hat, dann könnte das an den Zähnen liegen.

Zahnprobleme sind die Hauptursache, wenn Meerschweinchen und Kaninchen zum Tierarzt müssen, erklärt der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH). Vielen Haltern sei nicht klar, dass das Gebiss pflanzenfressender Tiere jede Woche zwei bis drei Millimeter wachse. Das gilt auch für die Backenzähne. Deshalb sei konstanter Zahnabrieb erforderlich. Der klappe mit Heu, Gras und Löwenzahn als Futter am besten. Durch das gleichmäßige und stundenlange Zermahlen des faserreichen Futters behalten die Tiere ihre glatten und gesunden Zahnflächen bei.

Wurzelgemüse seien als Leckerlis okay, aber nicht als Hauptnahrung, erklären die Experten. Denn zu schnell sättigendes Futter sorge nicht für den gewünschten Zahnabrieb. Auch ungespritzte Äste von Obstbäumen oder Hasel könnten zum Zernagen angeboten werden.

Nutzen sich die Zähne nicht gleichmäßig ab, können schmerzhafte Druckstellen, vereiterte Backenzähne und Wunden an Zunge und Wangen entstehen. Speicheln die Tiere beim Fressen und haben offensichtlich an Gewicht verloren, sollte schnell der Tierarzt aufgesucht werden.

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