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Martin Rütter ist ein echter Hundeprofi.

Interview mit Martin Rütter

Hundeprofi: Diese drei Fehler begehen Frauchen und Herrchen

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Tierpsychologe Martin Rütter hilft Hunde-Besitzern, mit ihren Lieblingen auszukommen. Dabei sucht er das „Problem“ an beiden Seiten der Leine. Ab Samstag sind fünf neue Folgen seiner Sendung „Der V.I.P.-Hundeprofi“ zu sehen. Im Interview verriet er einiges vorab: 

Die meisten Hunde hören prima – nur nicht auf ihre Besitzer. Woran das liegt, ergründet der Tierpsychologe Martin Rütter (46), der das ­Problem grundsätzlich auf beiden Seiten der Leine sucht. Ab Samstag therapiert Der V.I.P.-Hundeprofi (19.10 Uhr) in fünf neuen Folgen der Vox-Reihe wieder die Vierbeiner von Prominenten. Dschungelkönig Joey Heindle und Schauspieler Götz Otto müssen sich dabei genauso die Leviten lesen lassen wie Schlagerstar Anna Maria Zimmermann. 

„Im Grunde hat Martin nicht meine Hunde, sondern mich erzogen“, lacht die 28-jährige Sängerin, deren Mischlingsdamen Jamy und Bella am Gartenzaun regelmäßig zu kläffenden Krawallschwestern mutierten. Damit wieder Ruhe einkehren konnte, musste gehandelt und trainiert werden. „Es gab ein paar Regeln, wie die, dass die Hunde nichts im Garten zu suchen haben, wenn ich nicht da bin. Außerdem mussten sie lernen, dass ich der Chef bin, wenn wir gemeinsam draußen sind“, erklärt die Schlagerprinzessin im tz-Interview. Also, Mission erfüllt? „Zu hundert ­Prozent. Zu Hause gebe ich jetzt wieder den Ton an.“

Herr Rütter, wer ist Ihrer Erfahrung nach schwerer zu erziehen: Hund oder Herrchen?

Martin Rütter: Eindeutig Herrchen und auch Frauchen (lacht). Denn es ist nie DER Problemhund, sondern der Mensch, der seine Einstellung und Verhaltensweise überdenken und ändern muss. Deshalb heißt mein Leitspruch auch: „Ich trainiere Hunde, aber vor allem ihre Menschen.“

Macht es bei der Beratung einen Unterschied, ob die Kamera mitläuft?

Rütter: Beim Fernsehen werde ich vor der Arbeit geschminkt und gepudert (lacht). Aber Spaß beiseite, die eigentliche Trainingsarbeit unterscheidet sich im Grunde nicht, denn die Fälle, die wir im Fernsehen zeigen, beleuchten echte Alltags­probleme. Da gehen wir mit der gleichen Akribie und Methodik dran.

Welches ist der häufigste Fehler, der im Umgang mit Hunden gemacht wird?

Rütter: Es gibt drei Kardinalfehler: Die extreme Vermenschlichung, denn diese schürt Erwartungen, die der Hund niemals erfüllen kann. Ein Hund kann nicht denken und handeln wie ein Mensch. Ein zweiter Fehler ist die mangelnde Konsequenz. Menschen stellen Regeln auf, gehen aber zu nachlässig damit um. Immer sonntags darf der Hund mit am Tisch sitzen und bekommt sein Leberwurstbrötchen, an den anderen Tagen aber nicht. Das kapiert kein Hund und verunsichert ihn nur. Ein Hund benötigt klare Regeln, nur so kann er Vertrauen zu seinem Menschen aufbauen und sich auch in schwierigen Situationen auf ihn verlassen. Das dritte Problem ist mangelnde Beschäftigung. Hunde brauchen körperliche und geistige Beschäftigung.

Sind Sie schon mal an einem Hund gescheitert?

Rütter: Ja, das bin ich. Es ist aber in der Regel nicht so, dass der Hund nicht mehr lernfähig oder reparabel, sondern die Beziehung zwischen dem Menschen und dem Hund derart belastet ist, dass es keinen Sinn mehr macht. Statistisch gesehen sprechen wir hier von einem Hund pro Jahr. Der Fall existiert zum Glück nicht so oft.

Rütter live in der Olyhalle

Martin Rütter ist nicht nur erfolgreicher Tiertrainer, er hat aus seinem Erfahrungsschatz auch ein Bühnenprogramm gemacht. Titel: NachSITZen. Am 25. März ist er in der Olympiahalle zu Gast. Alle weiteren Termine und Tickets gibt es auf www.martin-ruetter-live.de.

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