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Hunde können psychischen Stress bei Menschen riechen – mit 94 Prozent Genauigkeit

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Von: Jasmin Farah

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Eine neue Studie zeigt Verblüffendes: Dank ihres einzigartigen Riechorgans können Hunde riechen, wenn wir uns gestresst fühlen. Das liegt an unserem Atem.

Hunde haben einen einzigartigen Geruchssinn, der unserem haushoch überlegen ist. Das liegt daran, dass sie je nach Rasse 125 bis 220 Millionen Geruchszellen haben, während es bei uns gerade mal fünf Millionen sind. Aber nicht nur das: Sie können Gerüche auch viel besser unterscheiden als wir. Ein Vorteil, den sich die Menschen bereits seit der Domestizierung des Wolfes vor Jahrtausenden zunutze machen.

Hunde können psychischen Stress bei Menschen riechen – mit 94 Prozent Genauigkeit

Ein bekanntes Beispiel sind Spürhunde. Bei der Polizei werden sie dazu ausgebildet, den Geruch von Drogen wahrnehmen und Alarm schlagen zu können und kommen etwa beim Zoll zum Einsatz. Andererseits hat man auch in der Medizin festgestellt, dass Hunde erkennen können, wenn es ihrem Besitzer schlecht geht oder er ernsthaft krank ist und zum Beispiel Krebs hat.

Ein Hund liegt mit der Schnauze auf einer Decke.
Hunde können es riechen, wenn es uns emotional schlecht geht, sagt Studie. (Symbolbild) © Aris Litso/Imago

Doch das beschränkt sich laut einer neuen Studie nicht nur auf körperliche Probleme, sondern gilt auch für psychische. Demnach haben britische Forscher der Queen’s University Belfast und Newcastle University herausgefunden, dass die Vierbeiner riechen können, wenn es uns emotional schlecht geht. Fühlen wir uns etwa gestresst, kommt es nicht selten vor, dass die Fellnasen das förmlich „spüren“ können und versuchen, ihren Halter mit Liebkosungen aufzuheitern. 

Hunde können psychischen Stress bei Menschen riechen – Studie zeigt es

Bei ihrer Studie, die in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht worden ist, haben die Forscher 20 Hunde, die zwischen elf und 36 Monate alt waren, einem Geruchstest unterzogen. Laut Studienleiterin Clara Wilson, haben die Vierbeiner, die verschiedenen Rassen angehörten, darunter sogar zwei Mischlinge, zehn Monate lang eine Stunde pro Woche ihren Geruchssinn trainiert. Dabei habe man den Forschern zufolge besonders darauf geachtet, dass die Fellnasen zwei bestimmte und sehr ähnliche Individualgerüche von Menschen unterscheiden lernen: und zwar aus dem Schweiß und Atem.

Dazu erhielten die Hunde nach und nach verschiedene Geruchsproben von 53 gesunden Probanden. Diese wurden zuvor einem kognitiven Leistungstest unterzogen, bei dem sie von den Forschern zugleich unter Druck gesetzt wurden. Zudem wurde ein davor und danach ein Atemtest durchgeführt sowie ihnen mit einem Stück Mull über den Nacken gewischt.

Hunde können psychischen Stress bei Menschen riechen – dank einzigartigem Riechorgan

Abschließend mussten die Probanden vor dem Test und kurz darauf einen Fragebogen ausfüllen, bei letzterem sollten sie angeben, wie gestresst sich sie in der Prüfungssituation fühlten. Zeigten die Studienteilnehmer eine entsprechend hohe Stressreaktion und hatte sich zudem der Blutdruck und der Herzschlag erhöht, wurden ihre Proben den Vierbeinern neben zwei Leerproben vorgesetzt.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Mit einem erstaunlichen Ergebnis: Mit bis zu 94-prozentiger Genauigkeit konnten die Hunde die „Stress-Probe“ herausfiltern. Studienleiterin Wilson hat dafür auch eine ganz simple Erklärung: Es zeige sich schließlich, dass, wenn Menschen Stress fühlen, sich die Körperfunktionen verändern, sie schwitzen oder schwerer atmen. Das wirke sich auf auf unseren Geruch aus und Hunden sei es möglich, diese Veränderung zu erkennen.

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