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Die Höhe der Hundesteuer legen die Kommunen in Deutschland selbst fest. Die Unterschiede sind zum Teil gravierend.  

Umfrage der Stiftung Warentest

Gravierende Unterschiede bei der Hundesteuer

München - Hundebesitzer müssen deutschlandweit nicht gleich tief in die Tasche greifen. Je nach Wohnort ist die Steuer für die Zamperl unterschiedlich hoch.

Die Hundesteuer ist ein Überraschungsei: Deutschlandweit gibt es keine einheitliche Regelung dieser Abgabe. Die Kommunen können die Höhe der Steuer selbst festlegen. Wie eine Umfrage der Stiftung Warentest ergab, fällt die Hundesteuer auf dem Land in der Regel deutlich niedriger aus, als in der Stadt. Am meisten würden demnach Hundebesitzer in Großstädten zahlen.

Aber es gibt sogar Gemeinden, die laut der Umfrage gar keine Hundesteuer erheben, wie das bayerische Windorf. In Ettal in Bayern zahlen Hundebesitzer lediglich einen Euro im Jahr, in Steigra in Sachsen-Anhalt zehn Euro.

In München beläuft sich die Hundesteuer  auf 100 Euro, laut Stiftung Warentest zählen Mainz mit 186 Euro und Hagen mit 180 Euro zu den teuersten Orten für Hundehalter.

Kampfhunde werden höher besteuert

Mittlerweile zur gängigen Praxis ist es geworden, Kampfhunde deutlich höher zu besteuern: Die Gemeinde Hebertshausen (Landkreis Dachau) beispielsweise verlangt ab Mai für Kampfhunde 750 anstatt bislang 500 Euro. Hunde dieser Kategorie kosten in München 800 Euro jährlich, in Starnberg sogar 1000 Euro.  Dagegen fallen für Helferhunde wie Blinden- oder Wachhunde oft keine Steuern an. Einen Sonderstatus genießen laut Umfrage oft auch Hunde aus Tierheimen: sie sind - zumindest in der Anfangszeit - von der Steuer befreit.

Da die Höhe dieser Abgabe von den Kommunen selbst festgelegt werden kann, wird sie auch gerne als "Erziehungsmaßnahme" für Hundehalter genutzt.  So hat der Bürgermeister der Gemeinde Marzling (Landkreis Freising) erst kürzlich mit der Erhöhung der Hundesteuer gedroht, sollten sich die Hinterlassenschaften  der Vierbeiner nicht drastisch reduzieren. Die vielen Häufchen würden viel Arbeit für den Bauhof bedeuten - den Mehraufwand will Marzlings Bürgermeister Dieter Werner über eine höhere Hundesteuer finanzieren. 

dpa/mm  

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