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LBV ruft zum Mitmachen auf

Igelzählung in Bayern startet wieder

Hilpoltstein - Wer einen Igel sieht, kann das ab sofort wieder dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) melden.

Der LBV versteht sich als Naturschutzorganisation für alle Arten und organisiert das Bürgerforscher-Projekt „Igel in Bayern“ seit 2015. Im vergangenen Jahr beteiligten sich mehr als 20.000 Menschen an dem Projekt, wie der LBV am Montag mitteilte. Bürger können die gesichteten Igel - auch tote - unter www.igel-in-bayern.de oder über die App „Igel in Bayern“ eintragen. Daraus gewinnen die Forscher Daten darüber, wie es den Igeln in Bayern geht und wie es um ihren Lebensraum bestellt ist.

Die meisten Igel wurden 2015 in Siedlungen gemeldet. Die begleitenden wissenschaftlichen Forschungen konnten im Wald und in der Ackerlandschaft nur wenige Igel nachweisen. „Daraus schließen wir, dass Igel vor allem in unseren Gärten leben“, sagte Martina Gehret, die beim LBV für das Projekt zuständig ist. Der Igel habe sich von einem Kulturfolger zu einer Siedlungsart entwickelt. Dennoch habe die Wissenschaft bisher wenig Erkenntnisse über den Igel. Am Ende des Jahres würden dann Vergleichsdaten zur Entwicklung der Igel in Bayern vorliegen.

Der LBV beklagt, dass viele Igel aus ihrem Winterschlaf geweckt werden, weil die Gartenbesitzer zu früh mit der Gartenarbeit beginnen. Man wolle deswegen auch auf das „Naturschutzgebiet“ Garten aufmerksam machen, sagte LBV-Sprecher Markus Erlwein: „Alle finden den Igel super, aber dann setzen sie doch wieder Gift im eigenen Garten ein.“ Die Osterfeuer seien ebenfalls eine Gefahr für die Igel. In den Holzhaufen, die oft schon lange vor dem Feuer aufgehäuft werden, verstecken sich die Igel. „Für Igel ist ein Entkommen vor dem Feuer nahezu unmöglich, vor allem, wenn sie wie jetzt noch schlafen“, erklärte Gehret.

dpa

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