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Kaninchenfalle reißt Katze Bein aus – Täter bekommt hohe Geldstrafe

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Von: Sina Lück

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Mit einer Falle will ein Mann in Westaustralien Kaninchen fangen. Stattdessen gerät Katze Nige in die Fänge der Stahlbügel.

Wenn dem geliebten Haustier etwas zustößt, ist das für Besitzer das Schlimmste, was passieren kann. Die Erfahrung hat auch eine Frau im australischen Bundesstaat Western Australia (WA) gemacht. Als sie die verzweifelten Schreie von Katze Nige hört, macht sie auf dem Grundstück ihres Nachbarn eine grausige Entdeckung. Vor ihren Augen kämpft die sechsjährige Samtpfote in einer Falle um ihr Leben, die ein 78-jähriger Mann aus Witchcliffe zuvor aufgestellt hat.

Beim Ausflug in Nachbars Garten gerät Katze Nige in eine Falle.
Beim Ausflug in Nachbars Garten gerät Katze Nige in eine Falle. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Kaninchenfalle reißt Katze Bein aus – Täter bekommt hohe Geldstrafe

Schwer verletzt und blutend versucht die Katze, sich aus den gezackten Stahlbügeln zu befreien. Sofort macht die Frau sich mit Nige auf den Weg zum Tierarzt, um seine Verletzungen zu versorgen. Die Diagnose: Eine tiefe Wunde und ein Knochenbruch. Doch nach einer medizinischen Behandlung von mehreren Wochen müssen die Tierärzte feststellen, dass es um die Gesundheit der Katze gar nicht gut bestellt ist. Denn das Bein von Nige weist irreparable Schäden auf. Nur eine Amputation kann sie retten.

Kaninchenfalle reißt Katze Bein aus – „Geräte verursachen schreckliche Verletzungen“

Das Aufstellen von Stahlkieferfallen, auch bekannt als Tellereisen oder Schwanenhals, zum Fangen von Wildtieren ist in Deutschland strengstens verboten und gilt als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und Bundesjagdgesetz. Die illegale Verwendung wird hart bestraft. So auch in Westaustralien: „Diese Geräte verursachen schreckliche Verletzungen und Leiden“, verdeutlicht Kylie Green. Die leitende Inspektorin bei der Tierschutzbehörde RSPCA erinnert sich an einige Vorfälle, bei denen die Tiere verblutet sind oder sich bei Befreiungsversuchen weiter verletzt haben. „Niemand möchte sein Haustier mit Schmerzen sehen, also kann ich mir nur vorstellen, wie traumatisch es für Niges Betreuerin war, sie auf diese Weise zu finden.“ Auch in der Ukraine benötigt ein verängstigtes Kätzchen in den Trümmern dringend Hilfe von den Rettungskräften.

Kaninchenfalle reißt Katze Bein aus – Täter muss fast 10.000 US-Dollar zahlen

Für seine Tat musste sich der Mann nun vor dem australischen Gericht behaupten. Dort gab er zu, dass er die altertümliche Falle aufgestellt habe, um Kaninchen zu fangen. Außerdem räumte er ein, dass jedes gefangene Tier „bis zu einem gewissen Grad leiden“ würde. Von den Richtern wurde der Mann zu einer Geldstrafe von 6.000 US-Dollar verurteilt und angewiesen, dem Besitzer von Katze Nige mehr als 3.700 US-Dollar Entschädigung und 163 US-Dollar an Gerichtskosten zu zahlen.

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