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Aufregung und Veränderungen sind Dinge, mit denen alte und kranke Katzen nicht gut klar kommen. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn

Tipps für Tierfreunde

Katzen mit Demenz brauchen Routine

Auch bei Katzen kann im Alter Demenz auftreten. Ob ihr Tier erkrankt ist, erkennen Halter meist an einem veränderten Verhalten. Bestätigt sich der Verdacht, sollten sie regelmäßige Abläufe einhalten.

Hamburg (dpa/tmn) - Der Lieblingssessel steht auf einmal woanders, und das Futter gibt es zwei Stunden später als sonst? Für Katzen mit Demenz sind solche Veränderungen Gift.

Die Vorhersehbarkeit von Ereignissen gibt den Tieren Sicherheit, sagt Barbara Schöning von der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie. Halter sollten deshalb nach Möglichkeit eine Tagesroutine haben und diese beibehalten. Außerdem sind Orientierungspunkte wie die Position der Möbel wichtig. Wenn möglich, sollten Besitzer aufs Umräumen verzichten.

Eine sichere Diagnose für eine Demenz bei Vierbeinern kann nur der Tierarzt stellen. Verhaltensänderungen sind aber ein erstes Anzeichen: Ist die Katze auf einmal nicht mehr stubenrein oder hat sie plötzlich panische Angst vor dem Staubsauger, sollten Halter das abklären lassen.

Bis die Katzen älter sind, profitiert ihr Gehirn ähnlich wie das des Menschen von Gedächtnistraining. Optimal ist es, wenn die Tiere über den Tag verteilt jeweils kurze Aktivitäts- und Ruhephasen haben. Das Gehirn lässt sich zum Beispiel durch Suchspiele mit Futter oder Spielzeug sowie durch Bewegungseinheiten aktivieren.

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