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Katzen haben sieben Leben? Mythos rührt noch aus Zeit der alten Ägypter

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Von: Jasmin Farah

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Fast jeder kennt die Mär, dass Katzen sieben Leben haben sollen. Doch woher kommt dieses Sprichwort? Ein Blick in die Vergangenheit verrät es.

Katzen: Entweder man mag sie oder nicht. Sie sind schließlich eigenwillig, dickköpfig, aber auch widerstandsfähiger als man denkt. Aus diesem Grund kennen viele den Ausspruch, dass Katzen sieben oder neun Leben haben sollen. Sind sie etwa unsterblich? Das nicht, allerdings ist es wahrlich erstaunlich, was sie alles aushalten können.

Katzen haben sieben Leben? Mythos rührt noch aus Zeit der alten Ägypter

Etwa, wenn Katzen aus großer Höhe fallen und dabei dennoch immer wieder weich auf allen vier Pfoten landen. Dabei hilft ihnen ein sogenannter „Drehreflex“. Wie der Name schon sagt, haben die Stubentiger die Fähigkeit, sich im Fall blitzschnell umzudrehen, um einen Aufprall besser abfedern zu können. Bereits im alten Ägypten hatten die Samtpfoten einen gottähnlichen Status. Sie wurden als von den Göttern gesandte Wesen gefeiert.

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Wenn eine Katze vom Baum fällt, dreht sie sich im Fall blitzartig um und landet meist auf allen vier Pfoten. © agefotostock/Imago

Die Schöpfungsgeschichte Ägyptens geht auf neun Gottheiten zurück, die die Erde erschaffen haben sollen. Die Zahl Neun war daher den Ägyptern heilig und ein Symbol für neues Leben. Auch im Alltag war sie überall vertreten, demnach soll die Mahlzeit eines Pharaos immer aus neun Gerichten bestanden haben. Diese sollten ihm durch die Schöpfungsgötter neue Lebensenergie verleihen.

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Auch in Europa galt lange Zeit die Legende, dass Katzen neun Leben haben sollen. Als sich jedoch das Christentum immer weiter ausbreitete und die katholische Kirche 380 nach Christus offiziell zur Staatskirche des römischen Reichs erkoren wurde, verloren sie infolgedessen zwei.

Die Zahl neun wurde nicht länger als etwas Positives gesehen, da Jesus laut biblischer Erzählungen in der 9. Stunde des Tages am Kreuz gestorben sein soll. Zudem wurde diese Tradition als überholtes Relikt vergangener Zeiten gesehen und daher abgeschafft. Darüber hinaus spielt die Zahl Sieben in der christlichen Symbolik eine große Rolle. Sie kommt immer wieder vor, etwa bei den sieben Todsünden, aber auch den sieben Schöpfungstagen, Sakrilegen und ebenso vielen Erzengeln.

Die Sieben gilt also als heilige Zahl, seitdem hat der Stubentiger im Sprichwort nur noch sieben Leben. Dennoch sind es immer noch mehr, als Hunden und anderen Tieren zugesprochen wird. Das haben die Samtpfoten schlussendlich ihrer enormen Geschicklichkeit und Anpassungsfähigkeit zu verdanken, dank derer sie auch gefährliche Situationen unbeschadet meistern.

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