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Schon für wenig Geld gibt es gutes Katzenfutter: Die Stiftung Warentest empfiehlt Billigmarken.

Spoiler: Gourmet Gold ist es nicht 

Katzenfutter: Mit dieser Marke liegen Sie goldrichtig

München - Ein aktueller Katzenfutter-Test beweist: Kostengünstige Produkte und gute Qualität muss sich nicht ausschließen - denn ausgerechnet diese Billig-Marke entpuppte sich als Testsieger.

Im Rennen um das beliebteste Haustier der Deutschen belegt die Katze nach wie vor den unangefochtenen 1. Platz - und hat seinem größten Konkurrenten vor allem in punkto Intelligenz und Stil einiges voraus. Denn ganz im Gegensatz zur Spezies Hund, die nicht zu Unrecht von vielen als „treudoofer Allesfresser“ abgestempelt wird, wählen Katzen nicht nur ihre Sklaven (alias Herrchen/Frauchen), sondern auch ihr Menü mit Bedacht.

Diverse Haustiger speisen mittlerweile dekadenter als so mancher Mensch und bekommen dank Futtermittelhersteller, die im wählerischen Wesen der Haustiger eine echte Marktlücke erkannt haben, tagtäglich auserlesene und nicht gerade billige Delikatessen wie  „Ente an Karottencreme“, „Lachs an Rahmspinatsauce“, oder auch „Natur­kost Huhn mit Kürbis und Katzenminze“ serviert.

Stiftung Warentest beweist: Gutes Katzenfutter muss nicht teuer sein

Ein aktueller Test der Stiftung Warentest zeigt jedoch, dass Katzenhalter beim allwöchentlichen Supermarktbesuch nicht automatisch zum teuersten Katzenfutter greifen sollten - zumindest wenn ihnen das Wohl ihres Haustiers am Herzen liegt. 

Für die Zeitschrift "test" (Ausgabe 5/2017) haben sich die Verbraucherschützer die Nährstoffe in 25 Feuchtfuttern zwischen 0,22 und 1,88 Euro pro Tagesration angesehen. Das überraschende Ergebnis: Zehn Katzenfutter bieten die richtige Mischung - für wenig Geld.

Diese Supermarktkette ist der überraschende Testsieger

Denn tatsächlich geht ausgerechnet das Billig-Futter von Edeka als Testsieger aus dem Nährstoff-Ranking hervor. Gerade mal 0,23 Euro kostet das Gewinner-Menü „Zarte Stückchen mit Huhn in feiner Soße“, das die Katzen demnach mit den meisten wichtigen Nährstoffen versorgt. Auch die Produkte „Topic Zarte“ und Mieze Katz“ von Aldi Nord und Norma, die jeweils 0,31 Euro und 0,23 Euro kosten, schnitten „sehr gut“ ab. Damit zählen sie zu den insgesamt sechs Katzenfuttern, die einen optimalen und schadstoffarmen Nährstoffmix bieten. Weitere vier Katzenfutter wie die Eigenmarke von dm, Animonda, Netto und Cattz, die alle zwischen preisgünstigen 0,24 und 1,49 Euro kosten, wurden für "gut" befunden.

Gourmet Gold, Defu und Co.: Pfoten weg von überteuerten Marken

Teurere Marken waren hingegen oft nur "ausreichend" oder gar "mangelhaft". Vor allem von den mit der Note 5 bewerteten Produkten - zu denen die Futter-Sorten „Mac‘s - Lachs und Hühnchen“, „Das Futterhaus - Activa Gold Huhn, Lachs mit Kürbis, Amarant“, „Defu - Das Katzenfutter vom Bio-Bauern - Huhn Sensitiv“, „Gourmet Gold - Feine Pastete Mousse mit Thunfisch“ und

Terra faelis - Naturkost für Katzen - Huhn mit Kürbis und Katzenminze“ zählen  -  ist laut der Zeitschrift „test“ dringend abzuraten. 

Die meisten dieser Produkte enthielten zu viel oder zu wenig Fett, Eiweiß, Vitamine, und Mineralstoffe. Außerdem wiesen sie zu häufig Spuren von Natrium auf - ein Stoff, der in großen Mengen das Herz der Katzen belasten kann. 

In jedem zweiten getesteten Produkt steckte außerdem zu viel Phosphor, was bei Katzen zu Nierenschäden führen könne. Neben Mac‘s und Tundra entpuppte sich dabei vor allem Gourmet Gold als konstanter Kandidat für übermäßige Phosphor-Zufuhr. Demnach dosiert die Marke Portionen an Katzenfutter, die rund 1000 Milligramm Phosphor am Tag vorsehen - der Bedarf liegt allerdings bei nur 160 Milligramm pro Tag. 

Ihre Katze sollte sich schnellstmöglich an billigeres Futter gewöhnen

Generell gilt laut "test": Katzenhalter können nur schwer prüfen, ob das Katzenfutter die richtigen Nährstoffe enthält. Entscheidend ist die richtige Mischung. Vor allem Vitamin B1 und die Aminosäure Taurin sollten enthalten sein.

Sollte sich die Katze bereits ausschließlich von einer der überteuerten und möglicherweise sogar schädlichen Futtersorten ernähren, sollte sie der Katzenhalter schnellstmöglich umgewöhnen - zugegebenermaßen keine leichte Herausforderung. Die Stiftung Warentest formuliertelaut „Tagesspiegel“ zumindest einen ersten Rat: "Mischen Sie das neue Futter in kleinen Mengen unter das alte, steigern Sie die Menge.“ 

Auch Stubentiger müssen sich ausgewogen ernähren

Da sich die schädlichen Nährstoffe nur schwer prüfen lassen, sollten Katzenbesitzer zumindest penibel darauf achten, dass ihr geliebtes Haustier von gewissen Lebensmitteln die Pfoten lässt. Zu den absoluten No-Gos zählen dabei unter anderem rohes Schweinefleisch, Schokolade und Zwiebeln. 

Bayerns schönste Katzen: Wer gewonnen hat

sl/dpa

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