Eis und Schnee? Mit der richtigen Ausrüstung und Pflege für Bello kein Problem. Foto: kn

So kommen Bello und Samtpfote gesund durch den Winter

Bad Tölz - Der Bibber-Winter hat den Landkreis fest im Griff. Und auch Bello und Mieze müssen sich vor trockener Haut und Entzündungen durch Schnee und Eis schützen.

Der Bibber-Winter hat den Landkreis fest im Griff. Und auch Bello und Mieze müssen sich vor trockener Haut und Entzündungen durch Schnee und Eis schützen. „Besonders gefährdet sind die Pfoten“, weiß Camilla Plöckl. Als Gründerin des Tölzer Hundestammtischs hat sie eine Tierärztin zum Infoabend eingeladen. Dabei ging es um Schutzmaßnahmen gegen die klirrende Kälte. „Ein gesunder Hund braucht im Grunde keine zusätzliche Kleidung gegen die Kälte. Nur wenn es sich um ein krankes oder altes Tier handelt“, sagt Plöckl.

Dabei haben Jacken für Bello im Handel Konjunktur. „Jeden Tag fragen unsere Kunden nach Daunenjacken oder Regenmänteln“, sagt die Tölzer Fressnapf-Filialleiterin Alexandra Mai. Doch damit nicht genug: Auch Neoprenschuhe für empfindliche Hundepfoten finden reißenden Absatz. Im Sortiment sind auch Nylonschoner mit einer rutschfesten Plastikgummisohle. Für umtriebige Katzen gibt es gefütterte Jacken, und auch an die kleinen Nager ist gedacht: Für sie sind Isolationshüllen für Käfig, Trinkflasche und Napf im Angebot.

Rissige Hundepfoten sieht Tierärztin Ulrike Vögele im Winter häufig in ihrer Praxis. Dabei gibt es ein einfaches Rezept gegen Entzündungen: „Man sollte die Pfoten im Winter mit einer dicken Schicht Melkfett, Vaseline oder Balsam einreiben.“ Dadurch kann sich das Streusalz nicht in die Haut reiben und Entzündungen verursachen. „Kälte entzieht der Haut Wasser und macht sie spröde. So reißt sie schneller ein“, erklärt Vögele. Zum Schutz der vierbeinigen Lieblinge sollten Herrchen und Frauchen auch vor ungewöhnlichen Maßnahmen nicht zurückschrecken. So empfiehlt die Tierärztin nämlich auch Nagellack gegen rissige Krallen.

Einen auffälligen Anstieg der Magen-Darm-Erkrankungen bei Vierbeinern beobachtet derzeit Andrea Wolf in Lenggries. Die Tierärztin kennt einen saisonalen Anstieg von Infektionen aus der Vergangenheit. „Das ist wie bei uns Menschen auch“, sagt Wolf. Allerdings vermutet sie, dass der Schnee an Übelkeit und Durchfall bei Bello Schuld ist. „Gerade die jungen Hunden fressen beim Spielen gerne den Schnee, der meist noch Salzreste beinhaltet.“ Und Vorsicht: Wenn Herrchen mit Grippe im Bett liegt, sollte die Streicheleinheit mit dem Vierbeiner nicht allzu innig ausfallen. Die Ansteckungsgefahr von Mensch zu Hund und Katze ist nämlich sehr viel größer als umgekehrt. „Die Tiere stecken sich durch das Schmusen sehr schnell beim Menschen an“, warnt Wolf.

Für die Nutztiere dagegen stellt der Winter keine große Gefahr dar. Der Tölzer Tierarzt Thorsten Bönsch: „So lange die Bauern darauf achten, dass kein Durchzug im Stall herrscht, dürfte es keine Probleme geben.“ Wenn aber kalte Luft in den warmen Schuppen gelangt, könnten sich die Euter der Kühe entzünden. (cj)

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