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Gemütlich eingerollt: In der Igelstation in Neuzelle werden die kleinen Tiere gut gepflegt.

Kommen auch ohne Hilfe zurecht

Naturschutz-Experten: Igel in Ruhe lassen

Aufzuchtstationen kümmern sich vor dem Winter um gefundene Igel. Dort werden sie aufgepäppelt und notfalls medizinisch betreut. Das ist aber nicht unbedingt notwendig, meinen Naturschutzexperten.

Potsdam - Scheinbar hilflose Igel sollten aus Sicht von Naturschutzexperten nicht einfach eingesammelt werden. "Es ist zu dieser Jahreszeit ganz normal, dass die Tiere auch tagsüber zu sehen sind", sagte die Geschäftsführerin des Brandenburger Naturschutzbundes Nabu, Christiane Schröder.

Die Tiere müssten sich jetzt ausreichend Winterspeck anfressen, um die kalten Monate zu überstehen. Nur wenn ein Igel noch im November draußen herumirre, sollte er versorgt oder einer Igelstation übergeben werden, sagte die Nabu-Expertin.

Igel stehen nicht auf der Liste der gefährdeten Tiere. Bedroht werden sie vor allem durch den Straßenverkehr. Natürliche Feinde sind auch Waschbären, die Igel fressen.

"Die Tiere kommen gut ohne menschliche Hilfe über den Winter", sagte Andreas Piela, Abteilungsleiter Naturschutz beim Umweltministerium. "Wir können nicht jede Art durchfüttern."

Es sei aber nicht abzulehnen, wenn sich Menschen um Wildtiere kümmerten, sagte Piela. Wichtig sei aber, für den Lebensraum der Igel zu sorgen, damit sie ohne Problem über den Winter kommen. Im Laub oder im Komposthaufen finden sie Unterschlupfmöglichkeiten.

Lesen Sie weiter: Wann darf ich einem Igel helfen?

dpa

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