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Ines Baumgartner hält der Ente Thekla, die in ihrem Balkonkasten nistet, ein Salatblatt hin.

Thekla liebt ihr Bett aus Tannenzweigen

Nürnberger jubeln über diesen Gast im Balkonkasten

Nürnberg - Einen Balkonkasten über der Pegnitz hat sich eine Ente in Nürnberg bereits zum zweiten Mal als Nistplatz ausgesucht. Das Ehepaar Baumgartner ist begeistert.

Richard Baumgartner (72 Jahre alt) und seine Frau Ines (69) sind schon ziemlich bekannt geworden durch ihren tierischen Gast. „Da freut sich das ganze Haus drüber, jeder Nachbar spricht einen darauf an“, sagt Richard Baumgartner. Die Ente, der das Paar den Namen Thekla gegeben hat, sei „zielstrebig wieder auf den Kasten zu“, obwohl die Eheleute seit dem vergangenen Jahr ein Stockwerk nach oben gezogen sind. Vermutlich haben es die Reste des Tannenbaums der Ente angetan, die die Baumgartners in den Balkonkasten stecken.

Die Ente und der dazugehörige Erpel hätten die Zweige „so zurechtgezupft, dass Thekla kaum noch zu sehen ist“. Ende Februar ist der Vogel bei den Baumgartners eingezogen. Als sie ihn entdeckte, habe sie gerade mit ihrer Mutter telefoniert, erzählt Ines Baumgartner. „Ende nächster Woche rechnen wir mit dem Schlüpfen“, ergänzt ihr Mann. Bis dahin bekommt Thekla von den Baumgartners „täglich ein Körnerbrötchen, Körner und Mais“. „Sie frisst sehr gut und brütet den ganzen Tag.“

Ehepaar stören Ente nicht beim Brüten

Angst habe das Tier vor den Menschen nicht. Solange die Ente brüte, sei die hintere Ecke des Balkons jedoch tabu. Der 72-Jährige sagt, es mache Spaß, sie zu beobachten, „wie sie sich dreht, wie sie arbeitet und brütet, wie sie ihr Gefieder aufbläst, um sich zu wärmen“. Im vergangenen Jahr konnte das Paar auch den Nachwuchs sehen und fotografieren. „Nach zwei Tagen hat die Mutter sie aber zum Abflug gebracht.“ Das Ehepaar erkundigte sich im Tiergarten, ob das für die Küken nicht gefährlich sein, doch dort gab man Entwarnung.

Auch beim Landesbund für Vogelschutz (LBV) heißt es, die Küken könnten sogar aus dem vierten Stock oder höher herunterspringen, ohne sich zu verletzen. Immer häufiger brüteten Enten auf Flachdächern und Balkonen, weil ihnen die natürlichen Brutplätze abhandenkämen. Stören darf man die Tiere nicht: Ente, Nest und Eier sind gesetzlich geschützt.

dpa

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