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Dieser Affe war schon im Weltall.

Ungewöhnliche Geschichten

Das sind die berühmtesten Tiere

Wir Menschen lieben Tiere. Und Tiere lieben uns Menschen. Zumindest ist das ganz oft so. Aber wussten Sie auch, dass manche Tiere nicht nur niedlich, sondern auch echte Abenteurer sind?

Dass sie besondere Fähigkeiten haben, die sonst niemand auf der Welt besitzt? Und dass sie zu wahren Berühmtheiten werden, weil wir es unheimlich spannend finden, was sie drauf haben? Hier gibt's die berühmtesten Tiere im Überblick.

Ein Affe im Weltraum

Dieser Affe hat eine echte Abenteuer-Reise hinter sich: Er war ganz nah bei den Sternen! Gut, der Schimpanse war zwar nur 17 Minuten im All, doch 1961, also vor mehr als 50 Jahren, war das eine Sensation. Nicht nur deswegen, weil bei seiner Reise einiges schief ging. Seine Rakete, in der er ins All geschossen wurde, stieg nämlich zu schnell auf – deshalb musste der Affe ein bisschen länger im All bleiben als geplant. Glück im Unglück, kann man sagen: Dadurch genoss er auch ein bisschen länger die Schwerelosigkeit – im Weltraum schwebt man. Zum Spaß allein war er aber nicht unterwegs. Er hatte eine Aufgabe! Er war, nun ja, ein Versuchskaninchen. Man wollte herausfinden, ob Menschen ins All fliegen können. Und nur weil der Affe diesen Ausflug ohne den kleinsten Kratzer überstand, war klar: Ja, das geht, man kann einen Flug wagen. Nicht einmal drei Monate später umrundete dann der Russe Juri Gagarin in 108 Minuten die Erde – und ging als erster Mensch im Weltraum in die Geschichte ein. Der Affe bekam für sein Wagnis einen Apfel und eine Orange. Und einen echten Namen: Ham. Bis dahin hatte er nämlich nur Nummer 65 geheißen.

Polizei-Wildschwein

Schnüffelschwein Luise war auf der ganzen Welt einzigartig. Warum? Sie war unter allen bekannten Spürhunden das einzige „Oink“. Drei Jahre lang half sie den Männern und Frauen bei der Polizei in Niedersachsen mit ihrer Super- Schnauze. Und schnüffelte sich einen Wolf durch dampfende Misthaufen, Koffer und Autos – immer auf der Suche nach Drogen und Sprengstoff. Dafür bekamen Luise und ihr „Papa“, Polizeibeamter Werner Franke, viele Auszeichnungen auf der ganzen Welt. Doch die 150-Kilo-Dame hatte leider nicht so viele Einsätze wie ihre bellenden Kollegen. Sie war mit ihren kurzen Stampfern einfach nicht beweglich genug. Schade! Dafür konnte Luise aber noch mehr: Sie trat sogar mal in der Oper Hannover als Stargast auf.

Winke-Winke-Eisbär

Pfiat di, Knut! Wir hoffen, es geht dir im Himmel gut. Der Eisbär lebte im Berliner Zoo und war in ganz Deutschland berühmt. Jeder wollte Fotos von ihm. Knut wurde mit der Flasche aufgezogen, weil die Mama ihn verstoßen hatte. Und alle durften zusehen. Ein weiterer Grund, warum wir den Flauschi liebten: Sein Papa Michi war ein Münchner.

Fußball-Krake

Er wusste alles! Paul war ein richtiger Fußball-Kenner. Der Krake konnte vor sechs Jahren genau vorhersagen, wie sich das Team der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball- Weltmeisterschaft schlagen würde. Leider sagte Paul auch, dass Philipp Lahm und seine Mannen im Halbfinale gegen Spanien verlieren würden. Und die hielten sich auch noch daran! Mist. Seitdem mochten ihn die Leute in Deutschland weniger, in Spanien aber wurde Paul gefeiert.

Problem-Bär

Die einen liebten ihn – die anderen mochten ihn weniger gern. Die Rede ist vom berühmten Braunbären Bruno. Geboren und aufgewachsen in Italien, wanderte der Große – ohne jemanden um Erlaubnis zu brummen – über die Alpen bis nach Bayern. Er schaffte es bis zum Spitzingsee (Kreis Miesbach), aber dann fanden ihn Jäger und töteten ihn. Viele Menschen regten sich darüber natürlich auf, sie hatten sich über Brunos Kommen ja gefreut. Er war nämlich der einzige freilaufende Bär in Bayern seit vielen Jahren. Jetzt kannst du ihn im Schloss Nymphenburg im Museum „Mensch und Natur“ besuchen. Man hat ihn nach seinem Tod ausgestopft und aufgestellt. Das Problem an Bruno war, dass er ein „Problem- Bär“ war: Auf seinem Weg nach Bayern verspeiste er Vögel, Schafe und Ziegen. Deren Besitzern schmeckte das nicht, und als Bruno dann in Ställe hineinspazierte und Bienenstöcke umwarf, hatten sie genug. Ein „Fang-Team“ sollte Bruno mit Spürhunden suchen und in einen Käfig sperren. Doch Bruno entkam immer wieder. Irgendwann gab der Suchtrupp auf und Jäger übernahmen. Eines frühen Morgens erschossen sie ihn.

Briefmarken-Hund

Tongdaeng lebte einst auf den rauen Straßen Thailands, war herrchenlos. Als der Hund dann den König traf, wurde er zum bekanntesten Wauwau des Landes. König Bhumibol verliebte sich in die treue und tapfere Hundedame – und die lebte fortan wie eine Göttin in Thailand. Es gab nicht nur ein Gesetz, dass Menschen verbot, Schlechtes über Tongdaeng zu sagen. Sie wurde sogar auf Briefmarken abgebildet!

Angelika Mayr

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