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Tödliche Biss-Gefahr: Das sind die 5 gefährlichsten Spinnen der Welt

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Von: Olaf Kubasik

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Eine Brasilianische Wanderspinne.
Die Brasilianische Wanderspinne ist die tödlichste Spinnen-Art der Welt. © G. Kunz/dpa picture alliance

50.000 Spinnen-Arten sind mittlerweile weltweit bekannt. Diese fünf sind wegen ihres Gift-Bisses die gefährlichsten für Menschen.

Mit der Entdeckung von Guriurius minuano im April sind mittlerweile 50.000 verschiedene Arten von Spinnen weltweit bekannt. Doch Forscher schätzen, dass die Anzahl unentdeckter Arten noch einmal genauso hoch ist. echo24.de hat dieses Vielfalt-Jubiläum zum Anlass genommen, fünf ganz besondere Arten der nützlichen Achtbeiner vorzustellen. Allerdings mit einem großen Haken für alle Arachnophobiker – denn dabei handelt es sich um die fünf gefährlichsten Spinnen der Welt.

Auf dem fünften Platz rangiert mit der Rotkopf-Mausspinne ein farblich wunderschönes Exemplar. Allerdings ist mit der ausschließlich in Australien vorkommenden Missulena occatoria keinesfalls zu spaßen. Zwar verlassen die hochgiftigen Weibchen kaum ihre Höhle, doch die aggressiven Männchen gehen in der Paarungszeit auf Wanderschaft. Und wer die tagaktiven Tiere dabei stört, wird nach einer Drohgebärde sofort gebissen. Australischen Forschern kann der Biss vor allem für Kinder „letal“ enden – wenn kein Gegengift verabreicht wird.

KlasseSpinnentiere
StammGliederfüßer
UnterstammKieferklauenträger
Bekannte Arten50.000

Die 5 gefährlichsten Spinnen der Welt: Tödliche Biss-Gefahr für Menschen

Der gefährlichste Vertreter der Echten Witwen belegt im echo24.de-Ranking den vierten Rang. Denn obwohl die Südliche Schwarze Witze nachtaktiv und überhaupt nicht aggressiv ist, kommt es im Südosten der USA immer wieder zu Biss-Unfällen. Die meisten davon geschehen ausgerechnet auf dem stillen Örtchen. Hinzu kommt, dass der Gift-Biss von Latrodectus mactans oft unbemerkt erfolgt. Bis nach etwa einer halben Stunde die ersten Symptome auftreten. Wer dann kein Krankenhaus aufsucht und dort ein Gegengift verabreicht bekommt, riskiert an einer Atemlähmung oder einem Herzinfarkt zu sterben.

Kein Gegengift gibt es bislang bei einem Biss der Chilenischen Winkelspinne, der das menschliche Gewebe zersetzt. Aus diesem Grund hat sie es auf den dritten Platz der gefährlichsten Arten geschafft – zumal vier Prozent der von ihr gebissenen Menschen daran sterben. Und es könnte sein, dass die Spinne irgendwann auch in Deutschland anzutreffen sein wird. Weil sie hohe invasive Fähigkeiten aufweist, mittels derer sie sich von ihrer Heimat Chile auf ganz Südamerika sowie Teile Nord- und Mittelamerikas ausgebreitet hat. Immerhin gilt Loxosceles laeta als überhaupt nicht aggressiv.

Tödlichste Spinne der Welt: Biss-Gefahr für Menschen auch in Deutschland

Das sieht bei der giftigsten Spinne der Welt ganz anders aus. Wenn die Männchen der Sydney-Trichternetzspinne auf Partnersuche gehen, werden sie als „relativ aggressiv“ beschrieben – und können dank ihrer mächtigen Kieferklauen sogar Schuhoberflächen durchbeißen. 13 Menschen haben in ihrer Heimat, der australischen Metropole Sydney, nach ihrem Biss das Leben verloren. Seit 1981 ein Gegengift entwickelt wurde, sind keine Todesfälle mehr bekannt. Dennoch werden weiterhin jedes Jahr 40 Menschen von Atrax robustus gebissen. Das reicht aber „nur“ zu Platz zwei für die giftigste Spinne der Welt.

Der Grund dafür ist die Brasilianische Wanderspinne. Sie stellt durch ihr hochaggressives Verhalten alle anderen Arten in den Schatten. Im bis zu 1,50 Meter weiten Sprung kann Phoneutria nigriventer Menschen beißen und ihr 20 Mal tödlicheres Gift als das einer Schwarzen Witwe in ihr Opfer pumpen. Die Folgen: Atemnot, Schock, Tod. Obwohl es ein Gegengift gibt, sterben pro Jahr immer noch zehn Menschen an ihrem Biss. Und weil die tödlichste Art der Welt ab und zu an ganz bestimmten Orten in Deutschland auftaucht, zählt sie zu den acht Spinnen, denen man in Baden-Württemberg besser aus dem Weg geht.

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