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Soll mit internationalen Auszeichnungen besser geschützt werden: Die Fledermaus.

Stars des Jahres: Diese Tiere stehen 2012 im Fokus

Wer einen Titel hat, ist etwas Besonderes. Was für Menschen gut ist, kann auch Tieren nicht schaden. Und daher wählen Naturschutz, Artenschutz- und Umweltverbände in jedem Jahr ihr Tier des Jahres aus.

Ziel ist, die oft wenig bekannten Tiere besser bekannt zu machen oder Alarm zu schlagen, wenn Arten um ihr Überleben kämpfen müssen.

In der tz ist es eine langjährige Gewohnheit, in der ersten Folge der Akte Tier in jedem Jahr die gekürten Tiere vorzustellen. Viele der diesjährigen Würdenträger sind gar nicht so selten, aber trotzdem nur den Experten bekannt, wie die durchsichtige Bernsteinschnecke oder die filigrane Große Höhlenspinne. Fast jeder kennt dagegen Bufo Bufo, die Erdkröte. So sicher wie das Frühjahr kommen die grünen Krötenzäune an die Straßenränder, um den Amphibien einen möglichst sicheren Weg zu ihren Laichgewässern zu ermöglichen.

Internationale Auszeichnung: Fledermaus

Sie sind die einzigen Säugetiere, die fliegen können. Weltweit gibt es über 1000 Fledermaus-Arten, die bis auf die Antarktis jeden Lebensraum erobert haben.

Jury: Die Umweltorganisation der UNO, die Bonner Convention und die internationale Fledermaus- Schutzorganisation Bat Conservation

Grund der Wahl: Umwelteingriffe zerstören den natürlichen Lebensraum der faszinierenden und nützlichen Jäger der Nacht.

Weichtier: Bernsteinschnecke

Die „Schlanke Bernsteinschnecke“ lebt zwar nicht im Wasser, aber sie mag es feucht, daher sieht man sie immer in der Nähe von Wasser. Sie frisst abgestorbene oder faulende Pflanzenteile.

Jury: Kuratorium „Weichtier des Jahres“.

Grund der Wahl: Obwohl diese Schnecke recht häufig vorkommt, ist sie noch nicht vollständig erforscht.

Fisch: Neunauge

Neunauge Diese Fische gibt es seit 500 Millionen Jahren, sie haben keine Schuppen und kein richtiges Maul, sondern einen kreisförmigen Saugmund mit Zähnen, mit dem sie sich auch an Fischen festbeißen.

Jury: Verband deutscher Sportfischer

Grund der Wahl: Der einheimische aalartige Fisch ist stark gefährdet.

Insekt: Hirschkäfer

Die Männchen werden neun Zentimeter groß. Mit den zu Geweihen umgebauten Oberkiefern kämpfen sie um Weibchen. Die Käfer lieben Eichen. Zur Fortpflanzung benötigen sie auch den Saft, der aus Baumwunden austritt.

Jury: Gremium „Insekt des Jahres“

Grund der Wahl: Obwohl die größten Käfer Mitteleuropas fast jeder kennt, sind sie sehr selten geworden.

Vogel: Dohle

Dohlen sind besonders intelligente und soziale Vögel. Paare sind sich ein Leben lang treu und sorgen fürsorglich für ihren Nachwuchs.

Jury: Naturschutzbund Deutschland

Grund der Wahl: Die geselligen Vögel finden immer weniger Nistmöglichkeiten und stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

Spinne und Höhlentier: Große Höhlenspinne

Sie liebt Höhlen, eine konstante Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um sieben Grad. Die Große Höhlenspinne kann drei Jahre alt werden, normalerweise sterben Spinnen nach einem Jahr.

Jury und Grund der Wahl: Spinnenexperten sind auf Höhlenforscher angewiesen, um die bis zu 17 Millimeter großen Tierchen zu beobachten. Daher haben beide Fachgesellschaften gemeinsam, diese Spinne ausgesucht.

Wildtier: Gamswild

Gämse gehören zu den Ziegenartigen und sind geschickte Kletterer im Hochgebirge. Sie leben im ganzen Alpenraum; die Weibchen in Rudeln bis zu 30 Tieren, die Böcke als Einzelgänger.

Jury: Schutzgemeinschaft deutsches Wild.

Grund der Wahl: Auf das perfekt an die Berge angepasste Wildtier aufmerksam machen.

Nutztierrasse: Dt. Sperber

Weltweit stirbt alle zwei Wochen eine Nutztierrasse aus. 1976 gab es nur noch zwei Deutsche Sperber in Deutschland, mittlerweile sind es 526 Tiere. Das Huhn ist rundum nutzbar: Die Hennen legen bis zu 220 Eier im Jahr, zudem ist auch die Fleischleistung sehr gut.

Jury: Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen

Grund der Wahl: Es werden Züchter für dieses lebhafte Bauernhuhn gesucht.

Insekt: Nachtpfauenauge

Diese Schmetterlinge haben weder Mundwerkzeuge noch Verdauungstrakt. Sie zehren von den Reserven, die sie sich als Raupe angefressen haben. Nach der Paarung und Eiablage sterben die Tiere.

Grund der Wahl: Die Jury (NRW Naturschutzstiftung) möchte auf einen der größten und farbenprächtigsten Nachtfalter hinweisen, von 3700 heimischen Faltern sind nur 190 Tagfalter.

Lurch des Jahres: Erdkröte

Sie hat eine warzige Haut und ihr Gesichtsausdruck ist immer schlecht gelaunt. Die Erdkröte ist weit verbreitet.

Jury: Deutsche Gesellschaft für Herpetologie.

Grund der Wahl: Bufo Bufos größter Feind ist der Straßenverkehr. Tausende Kröten werden jedes Jahr plattgefahren, wenn sie sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern machen oder als Jungtiere auf Wanderschaft gehen.

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