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Hunde: Vor allem bei jüngeren Tieren kommt es häufig zu Darmverschlüssen durch Fremdkörper, wenn die Tiere Möbel benagen oder ungeeignete Spielsachen zerkauen. Hunde sind überwiegend Fleischfresser, aber sie probieren alles, was verlockend erscheint. Und vieles, was für Menschen ungefährlich ist, ist für Hunde tödlich: So fehlt ihnen ein Enzym, das den in Schokolade enthaltenden Stoff Theobromin abbaut. Hunde dürfen auch nie z. B. verschütteten Kaffee oder Alkohol aufschlecken. Beides führt zu starken Vergiftungserscheinungen. Aufpassen muss man auch, wenn Tabletten auf den Boden fallen. Mülleimer sollten in einem Schrank verstaut werden. Aufpassen, wenn jemand in der Nachbarschaft Schneckenkorn auslegt: Das ist auch für Hunde hochgiftig.
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Igel: Die gelben Säcke werden immer mehr zur Igelfalle. Die Tiere werden angezogen vom verführerischen Geruch der Reste in Dosen und Bechern. Besonders jetzt, wo die Igel sich die letzten Reserven für den Winter anfuttern, sind die Tiere gefährdet: Mit ihren scharfen Krallen können die Igel den Plastiksack mühelos zerreißen, um im Inneren zu schlemmen. Das kann zur tödlichen Falle werden. Denn dabei kann es passieren, dass sie in einer Dose stecken bleiben, oder sie es im Sack so gemütlich finden, dass sie gar nicht mehr herauskrabbeln, sondern mit dem Müll zusammen entsorgt werden. Die Säcke sollten nicht auf den Boden gelegt, sondern lieber an einen Gartenzaun oder Ähnlichem aufgehängt werden.
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Katzen: Diese Tiere sind im Haushalt besonders gefährdet, weil sie sich z. B. gern ein ruhiges, gemütliches Plätzchen suchen: Das ist oft die Waschmaschine oder der Trockner. Vor dem Waschen also bitte immer schauen, ob die Trommel auch katzenfrei ist. Auch aus Geschirrspülmaschinen musste schon manche Katzen verjagt werden. Ihre Neugier wird den Tieren oft zum Verhängnis: Nie sollte man Fenster kippen, wenn eine Katze im Haus ist. Die Tiere wollen nach draußen klettern, rutschen ab und bleiben mit dem Hals im Fensterspalt hängen, wo sie jämmerlich ersticken. Viele Katzenbesitzer wissen, dass ihre Lieblinge von verführerischen Kochdüften magisch angezogen werden. Beim Kochen sollte man darauf achten, dass das Tier nicht auf den Herd springen und sich die Pfoten auf der heißen Herdplatte verbrennen kann. Auch an Bügeleisen haben sich schon viele neugierige Katzen verbrannt. Lametta am Christbaum sollte im Katzenhaushalt tabu sein.Fotos: picturealliance, dpa, Aufhauser, tz-Archiv
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Nager: Nager wie Chinchillas, Meerschweinchen oder Kaninchen knabbern alles an, was ihnen vor die großen Vorderzähne gerät. Leider knabbern sie auch Pappkartons z. B. mit Waschmittel durch oder nagen die Isolierung vom Stromkabel ab, die wegen der Weichmacher besonders lecker schmeckt. Beides kann tödlich sein. Oft gibt es tragische Unfälle, wenn Nager frei im Zimmer laufen dürfen, weil jemand auf sie drauftritt oder die Tiere beim Schließen der Zimmertür eingequetscht werden. Besonders ist darauf zu achten, dass die Tiere nicht irgendwo abstürzen, auf keinen Fall sollten sie auf Tischen rumrennen dürfen. Besser ist es auf jeden Fall, eine Ecke im Zimmer abzuteilen und diese Ecke dann wirklich nagersicher zu gestalten. Dabei sollte man auch an die Tapete denken, die gern von den Tieren angeknabbert und in großen Bahnen von der Wand gezogen wird. Der Kleister ist giftig.

Todesfalle Waschmaschine

Für Tiere kann der Haushalt sehr gefährlich sein

Die meisten Unfälle passieren im Haushalt, das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für ihre tierischen Mitbewohner.

Während Frauchen und Herrchen sich meist durch Leichtsinn verletzen, sind es bei Hund, Katze und Nager eher Neugierde und natürliche Instinkte, die ihnen zum Verhängnis werden. Die Wohnungen sind eben für Menschen geplant und gebaut und nicht für Bewohner auf vier Beinen. Die tz beschreibt die häufigsten Gefahrenquellen. Klicken Sie sich oben durch die Bilder!

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