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Der Waldkauz ist der Vogel des Jahres 2017.

Heimische Arten

Tierische Stars des Jahres 2017

Zu den tierischen Gewinnern 2017 gehören die Arten, auf die Natur- und Umweltschutzorganisationen besonders aufmerksam machen möchten.

Manche sind vom Aussterben bedroht, andere sind so unbekannt, dass viele von uns nicht mal wissen oder merken würden, wenn es diese Tiere auf einmal nicht mehr gäbe. Allen ist gemein, dass ohne sie und ihre Lebensräume die Erde ärmer und langweiliger wäre. Vorhang auf für die Stars des Jahres 2017!

SUS

Wildtier des Jahres: Haselmaus

Die Haselmaus.

Grund der Wahl: Der winzige Verwandte der Siebenschläfer ist nur so groß wie ein Daumen, er lebt im Wald, am Rand von Feldern und balanciert geschickt über Äste, um Bodenkontakt zu vermeiden. Die Haselmaus ist gefährdet, weil die Landschaft immer aufgeräumter ist und damit die Nahrung (Nüsse, Insekten) knapp wird.
Jury: Schutzgemeinschaft Deutsches Wild

Insekt des Jahres: Gottesanbeterin

Grund der Wahl: Fangschrecken stammen aus Afrika, breiten sich jedoch als Folge des Klimawandels Richtung Norden aus. Die Wahl soll mit Vorurteilen aufräumen. Aber es stimmt: Manchmal bezahlen Männchen für Sex mit dem Leben, dann beißt ihnen die Partnerin den Kopf ab und verspeist ihn. 
Jury: Kuratorium Insekt des Jahres

Libelle des Jahres: Keiljungfer

Grund der Wahl: Es wird gefeiert, dass sich der Bestand in den letzten 20 Jahren erholt hat. Diese Großlibellen brauchen sauberes Fließgewässer, die Wasserqualität ist in vielen Gegenden Deutschlands deutlich besser geworden. Die Entwicklung vom Ei zur Larve dauert zwei Jahre, dann graben sich die jungen Larven im Flussbett ein, wo sie sich schließlich zur Libelle entwickeln. 
Jury: Gesellschaft deutschprachiger Odanotologen und BUND

Spinne des Jahres: Spaltenkreuzspinne

Grund der Wahl: Diese Art ist gut zu beobachten und soll eine wenig beliebte Tiergruppe bekannter machen. Die Spaltenkreuzspinne lebt in Totholz unter der Rinde, ist aber auch in Häusernähe anzutreffen. 
Jury: Arachnologische Gesellschaft

Kriechtier des Jahres: Blindschleiche

Die Blindschleiche.

Grund der Wahl: Diese beinlosen Echsen sind die am schlechtesten erforschte heimische Tierart. Biologen befürchten, dass sie immer seltener wird. Blindschleichen sind weder blind noch Schlangen. Sie bevorzugen lichte Wälder, bewohnen aber auch Parks, Gärten und Straßenböschungen. 
Jury: Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde

Nutztierrasse des Jahres: Eindrucksvolle Entenrassen

Grund der Wahl: Deutsche Pekingente, Orpingtonente und Warzenente stehen stellvertretend für den Artenschwund auf dem Bauernhof. Früher fehlten Enten in keinem Betrieb, sie suchen sich ihr Futter selbstständig, liefern Eiern, Fleisch und wertvolle Daunen.
Jury: Gesellschaft zur Erhaltung alter Nutztierrassen

Vogel des Jahres: Waldkauz

Grund der Wahl: Der lautlose Jäger der Nacht braucht Höhlen in alten Bäumen zum Brüten. Diese werden immer seltener. Es gibt 43.000 bis 75.000 Brutpaare in Deutschland, der Bestand gilt noch als sicher, aber nur wenn der Eulenvogel auch in Zukunft seinen Nachwuchs aufziehen kann. 
Jury: LBV und NABU

Höhlentier des Jahres: Vierfleck-Höhlenschlupfwespe

Grund der Wahl: Diese Insekten überwintern in großer Zahl in Naturhöhlen, Bergwerksstollen und Felsenkellern. Dieser Lebensraum ist kaum erforscht, aber überlebenswichtig für eine Vielzahl von Tierarten.
Jury: Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher

Wildbiene des Jahres: Knautien-Sandbiene

Grund der Wahl: Wildbienen spielen wegen ihrer Bestäubungsleistung eine zentrale Rolle in der Natur, viele Arten sind gefährdet. Wie diese Sandbiene, die vornehmlich Knautien, die Witwenblumen, anfliegt. Wiesenblumen blühen kaum noch, weil Wiesen und auch Straßenränder immer öfter gemäht werden.
Jury: Arbeitskreis Wildbienen-Kataster

Schmetterling des Jahres: Goldene Acht

Schmetterling des Jahres: Goldene Acht.

Grund der Wahl: Die Raupen fressen Luzerne und Klee, klassische Grünfutter- oder Düngepflanzen, die kaum noch angebaut werden. Gedüngt wird mit Gülle und Kunstdünger, gefüttert wird mit Import-Soja. Blütenreiche Wiesen und ihre Schmetterlinge werden selten. 
Jury: BUND-NRW-Naturschutzstiftung

Fisch des Jahres: Flunder

Die Flunder.

Grund der Wahl: Der wanderfreudige Plattfisch schwimmt in seiner Jugend vom Meer in die Flüsse. Doch Flussmündungen sind von zunehmender Verschmutzung betroffen. Flundern sind nachtaktiv, tagsüber graben sie sich im Boden ein. 
Jury: Deutscher Angelfischerverband

Gewinner und Verlierer 2016 im Tierreich

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