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Nichts zum Fressen: Katzen können zwischen giftigen und ungiftigen Pflanzen leider nicht unterscheiden. Foto: Silvia Marks

Trockner, Gardine, Efeu: Was Katzen im Haushalt gefährdet

Hamburg (dpa/tmn) - Katzen sind fast immer auf Streifzug. Warum der Trockner keine gemütliche Schlafhöhle und der Gummibaum nichts zum Knabbern ist, verstehen sie nicht. Mit ein wenig Vorwissen können Halter die meisten Gefahren aber entschärfen.

Wer eine Katze hat, kennt das: Wenn sie nicht gerade vor sich hin döst, macht sie die Wohnung zum Spielplatz. Selbst wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Einige Stellen können für das Tier gefährlich werden. Hier die größten Gefahrenzonen im Überblick:

Gekippte Fenster: Wenn Katzen zwischen Kippfenstern hängenbleiben, können sie sich schwere innere Verletzungen zuziehen. "Die Folge können Knochenbrüche oder gequetschte Nerven sein", warnt Melitta Töller von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten in Hamburg. Am sichersten ist es, Fenster generell geschlossen zu halten und die Katze während des Lüftens in einen anderen Raum zu bringen.

Balkon: Es gibt Klischees, die halten sich hartnäckig: So wird gern behauptet, dass Katzen sieben Leben hätten und auch, wenn sie von ganz weit oben in die Tiefe springen, immer sicher auf ihren vier Pfoten landen würden. Das stimme so allerdings nicht ganz, sagt Astrid Behr vom Bund Praktizierender Tierärzte in Frankfurt. Katzen könnten sich dabei sehr wohl verletzen - sogar tödlich.

Behr rät Katzenhaltern mit Balkon deshalb, immer ein Netz darum zu spannen - egal, in welchem Stockwerk sie wohnen. Gewöhnlicher Maschendraht eignet sich nicht, weil die Katze daran hochklettern kann. Eine weitere Möglichkeit ist es laut Töller, Plexiglas anzubringen. "Das Glas muss so hoch sein, dass die Katze nicht drüberspringen kann."

Garten: Katzen sind große Akrobaten. Ein einfacher Zaun im Garten hält sie deshalb nicht vom Weglaufen ab. Für einen effektiven Schutz muss der Zaun mindestens 1,80 Meter hoch sein und zusätzlich einen Überkletterungsschutz haben. Das kann beispielsweise ein etwa 50 Zentimeter breiter und nach innen abgeschrägter Zaunabschnitt oder ein Plexiglasrand sein. Darauf weist die Organisation Peta hin.

Gartenbesitzer sollten außerdem darauf achten, niemals Gießkannen mit Düngemittel offen stehen zu lassen. Katzen trinken gerne abgestandenes Wasser. Dünger und Pflanzenschutzmittel sind für die Tiere aber giftig.

Pflanzen: Nicht alles, was grün ist, gehört in die Wohnung. "Zu den giftigen Pflanzen gehören beispielsweise Efeu, Farne, Gummibäume, Blauregen, Oleander oder Jasmin", sagt Marius Tünte vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn. Wer sich unsicher ist, kann sich bei einer Vergiftungs-Hotline informieren. Unbedenkliches Grünzeug, an dem Katzen knabbern dürfen, sind zum Beispiel Erika, Katzenminze, Kamelien, Kokospalmen, Hahnenkamm, Zyperngras, Zitronenbaum oder Margeriten.

Waschmaschine und Trockner: Katzen nutzen diese geräumigen Haushaltsgeräte gerne als Schlafplatz, warnt Tünte. Deshalb sollte man vor dem Anstellen der Maschinen vorsichtshalber einen Blick hineinwerfen. Wer auf Nummer sicher gehen will, hält die Geräte generell geschlossen.

Gardinen: Katzen klettern für ihr Leben gern und machen selbst vor Gardinen nicht Halt. "Das Problem ist, dass sie, einmal oben angekommen, den Rückweg nicht so einfach hinbekommen", sagt Behr. Sobald die Katze ansetze, am Vorhang hochklettern zu wollen, sollten Halter dem Vorhaben durch lautes in die Hände klatschen oder einem strengen "Nein!" ein Ende bereiten.

Heiße Stellen: Bügeleisen, Backofen und heiße Herdplatten - davon sollten Katzen ferngehalten werden. "Halter dürfen beim Kochen oder Backen ihren Vierbeiner nicht aus den Augen verlieren und ihn mit den hoch temperierten Küchengeräten auf keinen Fall alleine lassen", rät Tünte.

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