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Viel Flugverkehr am Futterplatz: Feldsperlinge wie hier im Bild sind beim Futter wenig wählerisch. Sie fressen fast alles. Andere Vogelarten haben hingegen spezielle Vorlieben.

Trotz Vogelgrippe

Gartenvögel füttern ohne Gefahr

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München – Entwarnung für alle Vogelfreunde: Trotz der Vogelgrippe muss man sich um die Vögel im heimischen Garten keine Sorgen machen. Mit ein paar Kniffen lassen sich sogar umso mehr Meisen und Spatzen an die Futterstellen locken.

Die Vogelgrippe greift in Bayern weiter um sich. Bei über 25 Wildvögeln ist das Virus bislang nachgewiesen worden. In zahlreichen Landkreisen herrscht rund um die Fundstellen potenziell infizierter Vögel Stallpflicht (siehe Kasten). Um die Vögel im heimischen Garten muss man sich derweil keine Sorgen machen. Meisen und Spatzen können weiterhin unbesorgt gefüttert werden.

Wie der Landesbund für Vogelschutz (LBV) mitteilt, ist das derzeitige Vogelgrippe-Virus ausschließlich für Wasservögel wie Schwäne oder Möwen sowie Hühnervögel gefährlich. „Die im direkten Umfeld des Menschen lebenden Singvögel spielen für die Verbreitung des Virus keine Rolle“, sagt LBV-Experte und Tierarzt Ulrich Lanz. Wer die Vögel in der kalten Jahreszeit mit Proviant versorgen will, muss sich daher nicht einschränken. Füttern ist sogar ausdrücklich erwünscht. Allerdings gibt es dabei einiges zu beachten.

Zwar springen die Vögel nur allzu gerne auf das Angebot an. Jedoch hat jede Art ihre Vorlieben, wenn es ums Futter geht. Fink, Stieglitz und Zeisig etwa sind Körnerfresser und stürzen sich besonders gerne auf ölhaltige Samen wie Sonneblumenkerne. Mit Weichfutter wie Äpfel und Rosinen lassen sich dagegen Amseln und Rotkehlchen ins Vogelhaus locken, während Spechte und Kleiber mit sogenanntem Fettfutter, einer Mischung aus Kokosfett und Körnern, liebäugeln. Wenig wählerisch sind Meisen und Spatzen: Sie fressen fast alles.

Bei der Auswahl des Futters spielt die Qualität eine wichtige Rolle. Billiges Futter enthält häufig Füllstoffe wie Sand oder minderwertiges Fett ohne jeden Nährwert. Und auch Essensreste haben in den Futterstationen nichts zu suchen. „Altes Brot gehört nicht ins Vogelhaus“, verdeutlicht Alf Pille, Agrarbiologe beim LBV. Salze und Gewürze sind für viele Vögel unverträglich.

Auch auf die Hygiene im Vogelhaus ist zu achten. Viel Flug- und Futterverkehr bedeutet auch viel Kot. Daher sollten „traditionelle Futterhäuschen täglich ausgefegt und mit heißem Wasser gereinigt werden“, um die Verbreitung von Krankheitserregern zu verhindern, rät Pille. Deutlich hygienischer sind daher hängende Futtersilos. Die Vögel sitzen so nicht in mitten des Futters. Weil jedoch nicht alle Vögel derartige Flugakrobaten sind wie die Meisen, ist es ratsam, ein wenig Futter auf dem Boden zu verstreuen.

Am besten legt man das Futter schon jetzt aus, sodass sich die Vögel schnell an die Futterstelle gewöhnen. Die sollte sich möglichst an einer übersichtlichen Stelle befinden. Alf Pille: „Katzen können sich so schlechter anschleichen, und die Vögel fühlen sich sicher, sind ruhiger und besser zu beobachten.“

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