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Geschälte, geröstete und gesalzene Macadamia-Nüsse.

Überdosis Macadamia

Nussvergiftung kostet einen kleinen Hund fast das Leben

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Der kleine Rehpinscher Monty ist ein Feinschmecker. Doch eine ausschweifende Nascherei hätte den Hund am Montag beinahe umgebracht.

Der zwei Jahre alte Rüde hatte sich heimlich an einem Plätzchenteller und einer Packung Nüsse seiner Besitzerinnen vergangen und sich an den Macadamia-Nüssen vergiftet.

Die Besitzerin aus dem Münchner Norden merkte am Abend, dass ihr Hund jammernd auf ihrem Bett lag. Seine Hinterfüße und den Schwanz konnte er nicht mehr bewegen. Der Kleine jaulte ununterbrochen. Angesichts dieses jämmerlichen Bildes rief seine Besitzern die Tierrettung an. Die Tierärztin ging zunächst von einem akuten Bandscheibenvorfall aus, konnte sich der kleine Hund doch kaum noch rühren und hatte offensichtlich Schmerzen. Die Tierärztin verabreichte ihm Schmerzmittel, um ihn überhaupt untersuchen zu können. Doch als die Tochter der Besitzerin den leeren Plätzchenteller und die leere Packung Macadamia-Nüsse entdeckte, war klar: Monty hatte sich vergiftet.

Viele Tierbesitzer wissen nicht, dass für Haustiere einige Lebensmittel gefährlich sein können, die unter Menschen eigentlich als Leckereien gelten: Nüsse, Avocados, Schokolade, Trauben, Steinobst, Alkohol und Koffein. Bei einem mittelgroßen Hund mit 15 Kilogramm Gewicht können schon vier Nüsse schlimme Folgen haben. Steife Muskeln und gelähmte Gliedmaßen sind die typischen Symptome, Schäden an der Leber oft die Folge.

Monty musste in die Tierklinik gebracht werden. Wie die Tierrettung mitteilte, bekam er unter Vollnarkose eine Magen-Darm-Spülung, durfte das Krankenhaus aber noch am selben Abend wieder verlassen. Monty hat also noch einmal Glück gehabt. Und Frauchen wird Nüsse und Plätzchenteller künftig vermutlich besser verstecken. 

Judith Issig

Hunde in München: Der treue Begleiter in der Stadt

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