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Kuschelzeit auf dem Sofa: Heidi Kranz mit Fritz, einem Bolonka Zwetna.

Filmreife Vierbeiner bei der TV-Regisseurin

Warum für Heidi Kranz ihre Hunde "perfekt" sind

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München - Was die Liebe ausmacht, wie Vierbeiner ihre Zweibeiner erziehen – und umgekehrt, oder warum ein ­Leben mit Tieren reicher als ohne ist – all diese Fragen beantworten prominente Herrchen und ihre Liebsten. Heute ist Regisseurin Heidi Kranz an der reihe.

Er hat einen schmachtenden Blick wie George Clooney, ist behaart wie Sean Connery und treu wie Robert Redford. Ach ja, und er hört auf „Amore!“ „Fritz ist einfach perfekt“, schwärmt Regisseurin Heidi Kranz und vergräbt ihr Gesicht im Fell des knuffeligen Vierbeiners. Fritz ist nämlich ein echter Filmhund. Allerdings keiner, der stolz vor der Kamera posiert – Fritz ist der Mann hinter den Kulissen. „Er liegt immer beim Tonmann im Wagen. Denn da ist es am ruhigsten.“ Und wenn er dann doch einmal durchs Bild läuft – na gut, dann dreht Frauchen die Szene eben noch einmal. Schließlich ist sie die Chefin am Filmset. Heidi Kranz dreht Fernsehquotenknüller wie Tierärztin Dr. Mertens, Inga Lindström, Rosamunde Pilcher, Soko und Familie Dr. Kleist. Große Gefühle, die viel Arbeit machen.

Kranz selbst hat mit Fritz ihre „große Liebe“ gefunden. „Er hat mein Leben wirklich verändert“, gibt sie zu. Nicht nur mit dem täglichem zweistündigen Auslauf: „Wir flitzen jeden Tag um sieben Uhr los. Egal wo, in München im Englischen Garten oder in Berlin an der Spree.“ Fritz ist „ja eigentlich gar kein Hund. Wir sprechen miteinander, wir singen miteinander.“ Heidi liebt ihren Fritz „weil er einen ziemlich starken Charakter hat. Kein Wunder, ich hab’ ihn auch erzogen.“ Sie wollte keinen Hund der Pfötchen gibt. „Brauch’ ich nicht.“

Kranz brauchte vor allem eines: Einen Hund, der nicht haart. „Ich bin Allergikerin. Deshalb hab’ ich mich für die russische Rasse Bolonka Zwetna entschieden, die verlieren kein Haar.“

Und sind selten und teuer. Aus einer Züchtung in Dresden hat Kranz vor sieben Jahren den kleinen Welpen Fritz zu sich in ihre Münchner Wohnung ins Lehel geholt, „weil ich einfach wahnsinng gern einen Hund wollte“. Die Regisseurin war sich aber auch der Verantwortung und Verpflichtung bewußt, was es heißt, einen Hund zu haben.

Und vielleicht hat Kranz deshalb seit wenigen Monaten noch einen Vierbeiner. Tine, gerade mal sieben Monate alt, ist traumatisiert. Aufgegriffen auf einer Müllkippe in Rumänien, wurde die Mischlingsdame über die Tierschutzorganisation Zwei Beine, vier Pfoten nach Deutschland geholt. Nicht ohne das Heidi Kranz vorher alle Untersuchungen, Operationen und Impfungen zu bezahlen. „Mir war wichtig, einem Hund zu helfen und nicht einfach einen vom Züchter zu kaufen.“

Geduld und viel Liebe ist das, was Tine jetzt am nötigsten braucht. Kommt Besuch, drückt sie sich ganz schüchtern unters Bett oder versteckt sich hinterm Schrank. Vorsichtig lockt Kranz sie mit einem „Leckerli“. „Ich bin so froh, dass ich ihr helfen konnte“, sagt Kranz. „Schon jetzt ist aus ihr ein völlig anderer Hund geworden.“ Und aus Heidi Kranz noch mal eine stolze Hundemama.

Maria Zsolnay

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