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Hunde-Expertin Hildegard Jung mit ihrer Labrador-Hündin, einem ausgebildeten Schulhund

Welthundetag: Schicken Sie uns Fotos!

Welches Zamperl passt am besten zu Ihnen?

München - Damit Sie beim Hundekauf alles richtig machen, haben wir zum heutigen Welthundetag Hundepsychologin Hildegard Jung befragt.

Sie können süß und flauschig sein, aber auch wild und ungestüm. Oft merken Hundebesitzer erst (zu) spät, was für ein Tier sie sich zugelegt haben. Damit Sie beim Hundekauf alles richtig machen, hat die tz Hundepsychologin Hildegard Jung befragt. Der große Hunde-Check! Welcher Hund passt zu Ihnen?

Generell rät Jung: „Es ist sinnvoller, nach Typ als nach Rasse zu suchen, da Mischlinge den Löwenanteil ausmachen.“ Ein wichtiges Kriterium: Wo wohnen Sie? Zwischen einem Stadthund und einem Landhund sind große Unterschiede. „Ein Stadthund muss tolerant zu anderen Hunden und Menschen sein. Außerdem sollte er Lärm ertragen können und ruhig an der Leine gehen“, sagt Jung. Bei einem Landhund ist es wichtig, dass das Tier nicht jagt, damit er frei laufen kann.

Welthundetag: Die schönsten Leserbilder

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In der Wohnung brauchen erwachsene Hunde Ruheplätze. „Bei großen Hunden können das jeweils zwei bis drei Quadratmeter sein“, so Jung. Achtung: Hunde altern schneller als Menschen! Ein Lift ist also sehr zu empfehlen.

Wenn Sie „Hundeanfänger“ sind, sollten Sie die Finger von sehr unabhängigen oder eigenwilligen Tieren lassen. Schwierig sind außerdem Hunde, die sehr wachsam oder leicht erregbar sind. Wichtige Frage: Züchter oder Tierheim? „Bei einem Welpen vom Züchter kann man sich schon vorstellen, wie sich der Kleine entwickeln wird.“ Wenn Sie sich für einen Hund aus dem Tierheim entscheiden, hat Jung einen Tipp: „Lernen Sie den Hund erst durch Spaziergänge an verschiedenen Orten kennen.“ Dann kann ja nichts mehr schiefgehen …

Senioren:

Senioren haben in der Regel viel Zeit, das ist sehr gut für den Hund. Wenn Sie noch beweglich und hundeerfahren sind, können Sie sich durchaus noch einen Welpen zulegen. Wenn dies nicht der Fall sein sollte: lieber einen eher kleinen oder mittelgroßen Hund wählen! Zu stürmisch sollte er auch nicht sein.

Familien

Wichtig: Aufpassen bei Hunden und Kindern! Wenn der Hund schon vor dem Baby da ist: das Tier behutsam auf den Zuwachs vorbereiten. Kommt der Hund in eine Familie mit Kindern, sollte es ein Welpe oder ein an Kinder gewöhnter und wenig wachsamer Hund sein. Außerdem sollte er nicht zu aktiv sein und auch Kinderbesuch tolerieren.

Berufstätige Singles

Wenn Sie Ihren Hund mit in die Arbeit nehmen können, haben Sie Glück gehabt. Für alle anderen heißt es, sich einen Dog-Sitter oder eine Familie zum Hunde-Sharing suchen. Der Grund: Hunde wollen Familienanschluss! Für die Mitnahme in die Arbeit eignet sich vom Chihuahua bis zur Dogge jeder Hund. Ausgenommen sind allerdings langfellige Hunde wie zum Beispiel Neufundländer. Diese Hunderassen mögen die Wärme der Heizung nicht sonderlich gerne. Tipp: Suchen Sie Beschäftigung für Ihren Hund! Morgens joggen, mittags in den Park, und im Büro kann man Intelligenzspiele mit dem Vierbeiner durchführen. Außerdem können Sie auch zu einer Hundestaffel, einem Hundebesuchsdienst oder zu einem Hundeplatz gehen.

Sportlich sehr aktive Menschen

Wer im Freien jede Menge Sport treibt, findet in lauffreudigen Hunden den perfekten Sportpartner. Dies könnte zum Beisspiel ein Wind-, ein Schlittenhund oder ein Hütetyp sein. Aber auch ein schlanker Cairn Terrier könnte passen. Neben Bewegung braucht ein Hund aber auch Kopfarbeit. Dafür eignen sich das Beibringen von Kunststücken oder Suchspiele.

Florian Fussek

Das müssen die Besitzer beachten

Leinenpflicht besteht in München innerhalb des Altstadtrings, in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Westpark, Englischen Garten, Nymphenburger Schlosspark und Hofgarten. Sie gilt für Hunde ab 50 cm Schulterhöhe. Immer an die Leine müssen Schäferhunde, Boxer, Deutsche Doggen und Dobermänner. Bei Verstößen drohen bis zu 1000 Euro Bußgeld.

Kinderspielplätze sind für Hunde grundsätzlich tabu, auch auf die mit grünen Pollern gekennzeichneten Flächen in städtischen Grünanlagen dürfen sie nicht.

Kampfhunde dürfen in München überhaupt nicht gehalten werden. Für auswärtige Besucher gilt: Kampfhunde grundsätzlich an der Leine führen!

Besondere Vorsicht in Jagdgebieten! Denn dort dürfen Jäger auf wildernde Hunde anlegen und sie auch erschießen. Also gilt auch hier für alle Besitzer: Die Hunde am besten immer an die Leine nehmen!

H. Jung

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