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Ratgeber

Abschied von Bello: Wohin mit dem toten Haustier?

Berlin - Keiner will darüber nachdenken und reden schon gar nicht. Was tun, wenn man sich von seinem vierbeinigen Liebling verabschieden muss?

„Die meisten Tierbesitzer verdrängen das Thema bis zum Tag X“, sagt Tina Hölscher, Tierärztin von der Tierschutzorganisation aktion tier e.V. aus der Praxis. Ist das Tier dann verstorben oder eingeschläfert worden, müssen die Tierhalter mitten im Gefühlschaos auch noch entscheiden, was nun mit ihrem Schatz passieren soll.

„Es wäre besser, wenn sich die Besitzer schon vorher Gedanken machen, was sie sich für ihren Freund nach dessen Tod wünschen“, rät die Tierärztin. Dabei stehen dem Halter mehrere Möglichkeiten offen:

Grab im eigenen Garten

Hat er ein eigenes Grundstück oder die Erlaubnis des Grundstückbesitzers kann er sein Tier dort beerdigen. Das Areal darf allerdings kein Wasserschutzgebiet sein und die Beerdigungsstätte muss sich in einem Meter Abstand von öffentlichen Wegen befinden. Die Grube ist dabei mindestens 50 cm tief auszuheben.

Tierkrematorium

Alternativ gibt es Krematorien für Tiere. Dort werden sie nicht anders als Menschen verbrannt. Hierbei kann der Besitzer zwischen einer Sammel- und einer Einzeleinäscherung wählen. Bei letzterer bekommt er die Asche seines Tieres in einer Urne zurück. Die Kosten hängen von der Größe des Tierkörpers ab.

Tierkörperbeseitigung

Die günstigste Variante ist die Abholung durch die Tierkörperbeseitigung. Auch hier wird der Körper verbrannt, allerdings wenig pietätvoll gemeinsam mit Großtieren und anderem zu verbrennendem Material.

Tierfriedhof

Darüber hinaus gibt es richtige Tierfriedhöfe, wo Tiere in aller Würde bestattet werden. Im Verhältnis zu den vorgenannten Optionen ist die Beerdigung am teuersten, zumal sie mit laufenden Kosten verbunden ist. Verboten ist eine Entsorgung des Tierkörpers über den Hausmüll. Dies gilt auch für Kleintiere wie Wellensittiche oder Hamster.

„Welche Art der Verabschiedung die jeweils richtige für den Tierhalter ist, ist individuell sehr unterschiedlich“, meint Frau Dr. Hölscher. Es ist Aufgabe des Tierarztes gemeinsam mit dem Besitzer zu erörtern, wie im Einzelfall die optimale Lösung aussieht.

a ktion tier – menschen für tieree.V. ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.

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