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Wespen sind aggressiv, Bienen nicht – weil Nahrung immer knapper wird

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Von: Jasmin Farah

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2022 droht eine Wespenplage. Viele empfinden die Insekten als lästig oder haben sogar Angst vor ihnen. Bienen dagegen haben einen besseren Ruf. Warum?

Es scheint, als ob sie zurzeit überall sind: Wespen. Sie gehen vielen auf die Nerven, wenn sie ständig um einen herumsurren. Eigentlich ist im Spätsommer die Zeit, wo sie gehäuft anzutreffen sind. Doch in diesem Jahr sind sie schon früher zahlreich vertreten. Experten prognostizieren sogar eine Wespenplage. Demnach sind die gelb-schwarzen Insekten gerade verstärkt auf Nahrungssuche.

Wespen sind aggressiv, Bienen nicht – Nahrung wird immer knapper

Ob auf dem Küchentisch, im Biergarten oder am See: Die Wespen scheinen zurzeit besonders aggressiv, was dazu führt, dass manche regelrecht vor ihnen flüchten. Zu groß ist die Angst, gestochen zu werden. Besonders für Allergiker ist das schließlich ein großes Problem. Experten gehen davon aus, dass aufgrund der anhaltenden Trockenheit und hohen Temperaturen Wespen wie auch Bienen in der Natur kaum Nahrung finden.

Während die Wespe einen langgezogenen, gelb-schwarzen Körper hat, ist die Biene sehr behaart und rundlich.
Während die Wespe einen langgezogenen, gelb-schwarzen Körper hat, ist die Biene sehr behaart und rundlich. © robertharding/Imago

Das stellt allerdings ein großes Problem dar, schließlich sind Wespen und Bienen wichtige Bestäuber. Finden sie nicht genug zu fressen, sterben sie. Das stresse die Hautflügler sehr und könnte manche besonders aggressiv machen. Aus diesem Grund würden vor allem Wespen so hungrig um uns und unser Essen herumschwirren.

Wespen sind aggressiv, Bienen nicht – außer, es geht um die Brut

Grundsätzlich ist es so, dass Wespen von Natur aus aufdringlicher sind als Bienen. Das liegt allerdings darin begründet, dass Wespen im Gegensatz zu Bienen Fleisch und Insekten fressen. Bienen sind hingegen Vegetarier. Da aber Raupen und Blattläuse aktuell Mangelware sind, gehen Wespen aus diesem Grund auch vermehrt auf Grillfleisch und Co. Allerdings schwirren sie auch gerne um Kuchen und süße Desserts vermehrt herum.

Dass es sich dabei um Wespen handelt, erkennt man an der typischen „Wespentaille“ in der Körpermitte, zudem sind Bienen etwas dicker, haariger und das Fell eher bräunlich gefärbt. Bienen werden hingegen meist nur aggressiv, wenn man sich dem Bienenstock nähert oder sich an ihm zu schaffen macht. Das gilt insbesondere dann, wenn gerade eine neue Königin aufgezogen wird. Dann verteidigen die Arbeiterinnen die darin befindliche Brut und die Wintervorräte.

Außerhalb dieser wichtigen Zeit stechen sie nur selten zu. Schließlich haben Bienen dabei viel zu verlieren. Der Stachel bleibt meist an der Eintrittsstelle stecken und reißt dabei den gesamten Stechapparat am Hinterleib heraus. Die Biene stirbt infolgedessen. Wespen hingegen leben weiter, nachdem sie zugestochen haben. Ihr Stachel bleibt ebenfalls stecken, aber das führt zu keinen lebensbedrohlichen Folgen für sie.

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