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Im Herbst brauchen gesunde Pferde noch keine Decken. Foto: Ingo Wagner

Winterfell ist ideal: Gesunde Pferde brauchen keine Decke

Wer seinem Pferd im Herbst etwas Gutes tun will, lässt am besten die Decke zum Wärmen oder Abschwitzen erstmal weg. Denn nur so wächst dem Vierbeiner das Fell, das es im Winter benötigt.

Bramsche (dpa/tmn) - Halter sind oft unsicher, wann und ob ihr Pferd eine Decke benötigt. "Grundsätzlich brauchen Pferde gar keine Decke, sie müssen aber natürlich an Kälte gewöhnt sein", sagt Friederike Hänsch von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz.

Ausnahmen sind alte, kranke und sehr dünne Tiere. Generell sollten die Tiere aber auch im Winter regelmäßig nach draußen - haben sie ein Winterfell, vertragen sie auch gut Minusgerade. Ist es nass-kalt, brauchen sie allerdings auf jeden Fall eine Möglichkeit zu trocknen - beispielsweise einen Witterungsschutz, erklärt Hänsch.

Viele Halter decken ihr Pferd aber absichtlich schon im Herbst ab, dann bekommt das Tier kein Winterfell. "Die Reiter wollen das oft so, damit das Pferd beim Reiten nicht so schwitzt", sagt die Tierärztin. Artgerechter sei aber, das Pferd nicht einzudecken und ein dickes Fell wachsen zu lassen. Dann können sich die Tiere auch wälzen, was für sie wie ein Ganzkörper-Peeling ist. Wer seinem Pferd trotzdem eine Decke auflegt, der darf die Pflege nicht vergessen: Die Decke könnte an manchen Stellen scheuern, und darunter könnte sich ein Pilz entwickeln.

Abschwitzdecken seien vor allem im Winter dagegen sehr sinnvoll, sagt Hänsch. Sie sind nach der Bewegung wie eine Funktionskleidung für das Pferd, damit es nicht auskühlt. Auch andere Spezial-Decken wie im Sommer eine Fliegendecke machen Sinn.

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