Igel finden in der Stadt oft nur schwer Unterschlupf. Foto: dpa

Plätze zum Überwintern schaffen

Winterschlaf-Pläne für Münchens Igel

München - Die Allacher Grünen wollen in Parks Laubhaufen anlegen lassen, damit die Tiere darin überwintern können.

Winterzeit heißt Schlafenszeit – zumindest für manche tierischen Mitbewohner. Doch in der Stadt kann dies für viele Kleintiere zur Herausforderung werden. Gerade für Igel, die schon Mitte November ihren fünf- bis sechsmonatigen Winterschlaf beginnen, ist das Aufspüren eines geeigneten Winterquartiers in der Stadt schwierig.

Die Allacher Grünen wollen darum den Stacheltieren nun helfen: Sie beantragten im Bezirksausschuss, dass künftig in Gärten und Grünanlagen an geschützten Stellen Laubhaufen angelegt werden sollen, damit Igel darin überwintern können. Die Igelpopulation im Stadtgebiet gehe zurück, warnte Grünen-Vertreter Falk Lamkewitz. Er beobachte in einigen Allacher Grünanlagen, dass das Laub regelmäßig abtransportiert werde. Der Ausschuss stimmte dem Antrag zu – man werde das Anliegen an das Gartenbauamt weiterleiten, so BA-Vorsitzende Heike Kainz (CSU).

Das Problem ist der Stadtverwaltung bekannt. „Schon seit vielen Jahren wird das Laub in Grünanlagen generell nur beseitigt, wo es erforderlich ist“, erklärt Dagmar Rümenapf, Sprecherin des Baureferats, auf Anfrage. Das betreffe Orte, an denen das Laub den Verkehr gefährde, Rutschgefahr bestehe oder Abflüsse verstopfe. An den übrigen Orten werde das Laub „unter Büschen und unter das Strauchwerk eingebracht, wo es sich auf natürlichem Weg kompostiert“, so Rümenapf weiter. Eine Ausnahme bestünde lediglich bei Laub von kranken Bäumen, wie zum Beispiel Kastanien.

Inwiefern der Grünen-Antrag künftig mit der Regelung des Baureferates zu vereinbaren ist, wird sich in den kommenden Wochen oder Monaten zeigen. Bis dahin ist es allerdings schon wieder warm.

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Sophie Krause

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