Labrador- Mischling Pipo und sein Freund Kim begannen ihr Leben als Straßenhunde in Moldawien. Beiden hat das Schicksal hart mitgespielt, sie verloren jeder ein Bein.

Die unglaubliche Rettung von Pipo und Kim aus Moldawien

Zwei Freunde auf sechs Beinen

Die beiden Hunde Pipo und Kim sind unerzertrennliche Freunde. Auf den ersten Blick stimmt die Alltagsweisheit „Gegensätze ziehen sich an“.

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Eine Amputation ist kein Grund, ein Tier zu töten 

Denn Pipo ist ein stattlicher Labrador-Mix mit goldfarbenem Fell. Sein Freund Kim dagegen ist ein kleiner schmaler Pinscher-Mischling in Schwarz-Weiß. Doch damit enden schon die Unterschiede, und es beginnen die Gemeinsamkeiten: Beide sind Straßenhunde aus Moldawien, beide haben ein Bein verloren, und sie standen ihre schwersten Stunden gemeinsam durch.

Der etwa zwei Jahre alte Pipo lag hilflos am Straßenrand, seine rechte Vorderpfote war zerfetzt. Vermutlich wurde er von einem Auto überfahren und einfach liegen gelassen. Eine Tierschützerin nahm den hilflosen, aber lammfrommen Hund auf und brachte ihn in ihre Garage. Dann rief sie beim Tierheim LAIKA an, das 130 Kilometer entfernt war.Trotzdem fuhren die dortigeTierärztin und die Münchnerin Christa Schechtl sofort los und holten den Hund ab. Im Tierheim LAIKA traf Pipo auf Kim. Der quirlige Pinscher-Mix war mit fünf Monaten auf der Straße gefunden worden, er hatte eine verkrüppelte Vorderpfote, die ihn zwar nicht störte, die sich aber schlimm entzündet hatte. Die Mitarbeiterinnen des Tierheims kümmerten sich liebevoll um die Tiere. Dass es dieses Heim gibt, ist das Werk der Münchner Journalistin und Tierschützerin Christa Schechtl. Vor vielen Jahren stieß sie auf einer Reportagereise zufällig auf das Hundeelend im ukrainischen Odessa. Das Leid der Tiere ließ sie nicht mehr los. Sie wollte helfen. Die Bilanz ihrer Arbeit ist beeindruckend: Christa Schechtl hat Tierheime in der Ukraine, Moldawien und Bukarest aufgebaut. Sie bildet Mitarbeiter aus und informiert die Bevölkerung vor Ort.

Kim und Pipo waren so krank, dass sie in Moldawien hätten eingeschläfert werden müssen. Christa Schechtl reiste mit ihnen im Auto nach München und stellte sie an der LMU-Tierklinik der Professorin Andrea Meyer-Lindenberg vor. Auch die Ärztin konnte die Pfoten der Hunde nicht retten, aber das Leben der Tiere. Kim und Pipo wurden die kranken Beine amputiert, beide Tiere haben sich sehr gut erholt und genießen zum ersten Mal ein sorgloses und schmerzfreies Leben. Christa Schechtl hofft: „Es sind so liebe Tiere. Und Kim und Pipo sind einfach unzertrennlich. AlsicheinmalmitKimbeimTierarzt war, hat Pipo einen richtigen Freudentanz aufgeführt, als wir wieder daheim waren. Alles was ich mir wünsche, ist, dass diese ungleichen Wonneproppen ein gutes Zuhause finden.“

Neues Zuhause gesucht

Der eine mag ohne den anderen nicht sein: Daher sucht die Tierschützerin Christa Schechtl einen tierlieben Menschen, der Kim und Pipo bei sich aufnehmen möchte. Die Hunde werden derzeit auf einem Pflegeplatz betreut, sie machen keine Probleme und sind sehr liebebedürftig.

Infos bei Christa Schechtl: 089/2711200 oder per Mail: christa.schechtl@googlemail.com

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