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Schmutz wie Sand und Salz sollte vom Garagenboden immer trocken mit dem Besen aufgefegt werden. Foto: Nestor Bachmann

Das Auto bringt den Dreck

Tipps zum Garagenputz im Herbst

Der Vergleich mit dem Hausflur drängt sich auf: Im Herbst und Winter schleppen die Schuhe Nässe, Schmutz und Streusalz hinein. Wer hier nicht aufpasst, beschädigt so den Fußboden. So ist das auch mit den Reifen des Autos, wenn es in die Garage fährt.

Stuttgart (dpa/tmn) - Es regnet, es weht Laub, Äste und Schmutz umher, und irgendwann fällt auch noch Schnee: Die unangenehmen Zeiten des Jahres beginnen. Das Auto bekommt all das ab - und nimmt es mit in die Garage. Im Winter setzt sich auch noch Splitt und Streusalz in den Reifen ab.

Kombiniert mit Öltropfen oder tauendem Schnee entsteht ein dreckiger Bodenbelag in der Garage, der schlecht für das Raumklima sein kann und schadhafte Stellen im Boden angreift. Viele Gründe, sich mal der Garage zu widmen:

"Schmutz wie Sand und Salz sollte vom Garagenboden immer trocken mit dem Besen aufgefegt werden", rät Philipp Heise, Technischer Berater beim Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart. Anders als im Wohnraum wird hier ein Wischmopp mit Putzwasser nicht benötigt. Feucht wischen ist wenig hilfreich, da damit ja noch mehr Feuchtigkeit in die Garage gelangen würde, erklärt Heise. Und die sollte man auf den wenigen Quadratmetern tunlichst vermeiden.

Besonders gefährlich sind Pfützen. "Wenn Wasser lange in der Garage steht, kann es passieren, dass die in der Betonbodendecke liegende Stahlarmierung angegriffen wird und zu rosten beginnt", erläutert der Autoexperte. Das kann nicht nur beim nassen Wischen passieren, sondern auch durch Schnee, der mit dem Auto in die Garage gelangt. Daher gibt Heise einen einfachen, aber nun mal wirkungsvollen Tipp: "Wenn man merkt, dass viel Schnee auf dem Auto liegt, sollte es vor dem Hereinfahren in die Garage davon befreit werden."

Den Boden sollte man regelmäßig auf Risse kontrollieren. "Schwachstellen werden am besten direkt wieder abgedichtet", sagt Heise. Auch das Gefälle im Boden sollte man sich ansehen: "Der Boden sollte so konzipiert sein, dass Wasser ablaufen kann", sagt Wiebke Thormann, Fachreferentin für Straßenbautechnik beim ADAC in München. Bei neueren Garagen ist das zwar fast immer der Fall, bei älteren und eben solchen der Marke Eigenbau mitunter nicht. In dem Fall sollte ein Fachbetrieb hinzugezogen werden.

Streusalz kann über die Wintermonate ebenfalls zum Problem werden. Thormann rät, es wegzukehren und dazu eventuell abzuwarten, bis es getrocknet ist. Auch hier ist feuchtes Wischen des Garagenbodens kontraproduktiv. Das Wasser verdünnt das Salz zwar, es verteilt es aber auch im Raum. Thormann betont jedoch zugleich: "Salz ist nur dann gefährlich, wenn es mit Metall wie Stahl in Berührung kommt." Das kann es aber erst, wenn es Risse im Boden gibt.

Feuchtigkeit muss entweichen können - also ist das Lüften im Winter wichtig. Weil Garagen oft nur über eine Toröffnung verfügen und diese die meiste Zeit geschlossen ist, gibt es in vielen Bauten Belüftungsöffnungen an der Rückwand oder im Dach. Diese sorgen für eine ausreichende Luftzirkulation, sagt ACE-Experte Heise. Was man beim Kauf oder Bau beachten sollte: Garagen stehen oft direkt an Häusern oder im Verbund, so dass eine Belüftung über die Seitenwände wenig sinnvoll ist. Die Lüftungsöffnungen sollten natürlich auch nie durch Regale, Autoreifen oder ähnliches zugestellt werden, betont die Fachvereinigung Betongaragen.

Man kann Lüftungsschächte auch nachrüsten. Grenzen die Garagenwände an andere Mauern, sei zusätzlich eine Deckenlüftungen möglich, erklärt Matthäus Moser, Vorstandsmitglied der Vereinigung. Ist die Luftfeuchtigkeit dennoch hoch, sollte man zusätzlich das Garagentor immer wieder mal öffnen. Moser rät, im Herbst und Winter ein- bis zweimal am Tag stoßzulüften. Auch vorhandene Fenster lassen sich natürlich öffnen.

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