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Von der Verbraucherzentrale Hamburg herausgegebene Röntgenaufnahmen zeigen eine Packung Süßigkeiten und eine Packung Risotto (r), die etwa zur Hälfte Luft enthalten. Foto: ---/Verbraucherzentrale Hamburg

Wenn der Schein trügt

Verbraucherschützer kritisieren zu viel Luft in Packungen

Viel Verpackung, wenig Inhalt - mit dieser Tatsache sind Verbraucher häufig konfrontiert. Gerade bei Lebensmittel- oder Kosmetikprodukten fällt die Menge oft viel kleiner aus als angenommen. Das ergab eine Stichprobe der Verbraucherzentrale Hamburg.

Berlin (dpa) - Die Verbraucherzentralen dringen auf strengere Regelungen gegen zu viel Luft in Lebensmittel-Packungen, die einen größeren Inhalt vorgaukeln. "Viele Menschen empfinden das als Täuschung, vielleicht sogar als Betrug" sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller.

"Sie zahlen ja für etwas, was sie nachher in der Form nicht bekommen." Dies sei ein Dauerärgernis etwa beim Kauf von Kaffee, Getränkepulver, Nachspeisen, Frühstückscerealien oder Instantbrühe. "Es wäre wünschenswert, hier klare Vorschriften zu haben, was noch legal ist für bestimmte Produkte", forderte Müller.

Eine Stichprobe der Verbraucherzentrale Hamburg ergab kürzlich, dass zwölf untersuchte Packungen im Schnitt 40 Prozent Luft enthielten. So waren eine Tüte Risotto und eine Cornflakes-Packung zu 49 Prozent leer, ein Beutel Baby-Zwieback zu 29 Prozent. Auch bei Kosmetika wurden "Mogelpackungen" festgestellt, etwa bei einer Creme mit einem Luftanteil von 68 Prozent.

Müller sagte, es gebe wenige Produkte wie druckempfindliche Pralinen, bei denen das Auge mitesse. Da liege es in der Natur der Sache, dass man wegen einer schützenden größeren Packung vielleicht bis zu 30 Prozent Luft mit kaufe. Alle anderen Produkte dürften aber höchstens so viel Luft enthalten, wie es beim Abfüllen technisch zwingend ist. Jegliche Luft darüber hinaus sei nur teuer für die Verbraucher und wegen zusätzlichen Packungsmülls auch schlecht für die Umwelt.

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