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Laut Verbraucherschützern ist der Schutz bei Cyberversicherungen oft lückenhaft. Je nach Schadensfall können bei Internetkriminalität aber auch Haftpflicht- oder Hausratversicherung aufkommen. Foto: Ralf Hirschberger

Bestehende Verträge prüfen

Versicherung gegen Datenklau lohnt sich selten

Einmal falsch geklickt und eine dubiose E-Mail geöffnet - schon ist es passiert: Privatpersonen gehen Betrügern im Internet ins Netz. Doch welche Versicherung hilft, wenn Betrüger persönliche Daten oder Geld vom Konto klauen?

Düsseldorf (dpa/tmn) - Es gibt verschiedene Wege, wie Betrüger Internetnutzer reinlegen können - etwa indem sie Daten klauen, Waren unter falscher Identität bestellen oder etwa ein Bankkonto plündern.

Opfer sollten Betrüger anzeigen. Die Polizei verfolgt sie dann strafrechtlich. Dennoch bleiben Betroffene häufig auf finanziellen Schäden sitzen, warnt die Verbraucherzentrale NRW.

Doch bevor Verbraucher extra eine Cyberversicherung abschließen, um sich dagegen zu schützen, sollten sie ihre bestehenden Verträge besser prüfen. Denn der Abschluss einer speziellen Cyberversicherung lohne sich selten, informieren die Verbraucherschützer. Die Angebote seien oft unübersichtlich, der Leistungsumfang meist uneinheitlich und der Schutz häufig lückenhaft. In der Regel übernehmen die Versicherer nur dann einen Schaden, wenn Versicherte eine Firewall sowie einen Virenscanner hatten - meist ist die Versicherungssumme auf 10.000 Euro begrenzt.

Je nach Vorfall können unter Umständen auch andere Versicherungen einspringen - etwa die private Haftpflichtversicherung, wenn man unwissentlich einen Schad-Virus im Netz weitergeleitet hat und so anderen Personen ein finanzieller Schaden entstanden ist. Bei gestohlenen Daten kann vielleicht die Hausratversicherung bei Folgeschäden greifen. Bei einem geplünderten Konto kann unter Umständen die eigene Bank weiterhelfen. Es lohnt sich also die Vertragsbedingungen bestehender Versicherungen durchzulesen - und wenn möglich um den Passus Internetschutz zu erweitern.

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