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Manchmal lassen sich Gedanken eher in einem Brief festhalten, als diese direkt in einem Gespräch zu formulieren. Das gilt vor allem für Senioren. Foto: Kai Remmers

Vor schwierigem Gespräch: Senioren sollten Gedanken fixieren

Eine wichtige Aussprache steht an: Aber es fällt schwer, Gedanken klar zu formulieren. Da kann es hilfreich sein, vorher einen Brief zu schreiben, um sich über den eigenen Standpunkt klar zu werden.

Nürnberg (dpa/tmn) - Wenn Senioren ihren Angehörigen oder Freunden etwas sagen möchten und ihnen das schwerfällt, sollten sie vielleicht mit einem Brief anfangen.

Das hilft auch, um sich zunächst über die eigenen Gedanken klarzuwerden, erklärt Frieder R. Lang. Er ist Professor für Psychogerontologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. "Es ist danach manchmal nicht mehr nötig, den Brief abzusenden, weil man besser weiß, was man dem anderen eigentlich mitteilen möchte."

In jedem Fall gilt dabei aber die Regel, einen solchen Brief erst einmal ein paar Tage oder Wochen liegen zu lassen. Dann kann man ihn nochmals lesen und überlegen, wie er beim anderen ankommen könnte.

Ein Beispiel für schwierige Themen ist das Testament: Bestimmte Entscheidungen könnten zum Beispiel die eigenen Kinder überraschen oder verärgern. Solche Entscheidungen noch zu Lebzeiten mitzuteilen, erfordert viel Mut. "Man sollte es aber wenigstens versuchen", meint Lang. Den Kindern erspart es vielleicht eine große Enttäuschung.

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