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Augen und Nasen auf beim Lachskauf!

Vorsicht vor verunreinigtem Supermarkt-Lachs!

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München -  Wer sich für den Festschmaus mit Räucherlachs verwöhnen will, sollte vorsichtig sein. Eine Untersuchung zeigt: Neun von zehn Lachsproben sind keimbelastet - eine Lebensmittelvergiftung droht.

Zum Weihnachtsspecial

Er sieht lecker aus, gilt als gesunde Delikatesse, wird - nicht nur - an Weihnachten gern gegessen und ist bei Aldi, Lidl und Co. oft günstig zu haben: der Räucherlachs. Doch dass die frische Köstlichkeit aus dem Supermarkt nicht immer höchsten Hygienestandards genügt, haben Recherchen des NDR-Magazins "Markt" ergeben. Demnach handelt es sich nicht um Einzelfälle, wenn verunreinigter Lachs auf dem Weihnachtstisch landet.

Insgesamt zehn Lachs-Sorten aus Supermärkten und Discountern wurden im Auftrag von "Markt" untersucht. Sieben Stichproben - das jeweils günstigste Räucherlachs-Angebot im Sortiment - stammen von Edeka, Aldi, Netto, Penny, Rewe, Lidl und Sky. Dazu untersuchten Sachverständige des KIN Lebensmittelinstituts Neumünster (Schleswig-Holstein) drei Wildlachs-Proben von Lidl, Penny und Sky, die als sogenannte "Premium-Qualität" angeboten wurden.

Die Ergebnisse sind teilweise erschreckend: Nur ein einziger Lachs - der Wildlachs von Penny - wies keine erhöhte Keimbelastung auf. Neun der zehn Proben hingegen lagen über dem Richtwert von einer Million Keime pro Gramm, den die Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie als nicht gesundheitsbelastend definiert hat. Die Räucherlachse von Deka, Penny und Netto wiesen sogar 300 mal mehr Keime auf als empfohlen.

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Ein Ergebnis, das selbst die Experten negativ überraschte. Aus ihrer Sicht dürften diese Angeobte nicht mehr in Supermarktregalen ausliegen und zum Verkauf angeboten werden. Wer den verunreinigten Fisch zu sich nehme, riskiere eine Lebensmittelvergiftung, Erbrechen und Übelkeit lauten die unangenehmen Symptome.

Teilweise überstanden die Proben nicht einmal die sensorische Prüfung: Traniger Geschmack, unappetitliche Blutgerinnsel im Lachsfleisch und vor allem der unangenehme Geruch stießen den Prüfern übel auf.

Die Unternehmen geben laut "Markt" die Verantwortung für die mangelhaften Produkte weiter. "Wir beziehen den Lachs bei einem namhaften Hersteller, der die hohen Qualitätsstandards der Eigenmarkenzertifizierung nach dem IFS Food erfüllt", antwortet etwa Netto. Der IFS Food ist ein Standard zur Qualitätssicherung in der Lebensmittelbranche. Edeka ließ die Tester lediglich wissen, man überprüfe die eigenen Erzeugnisse regelmäßig.

dh

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