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Auf die FSK-Angaben auf der Hülle einer DVD allein sollten sich Eltern nicht verlassen. Die Beschränkung ist nicht mit einer pädagogischen Empfehlung zu verwechseln. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Erziehungs-Tipp

Wann ist mein Kind Film-reif?

Die FSK-Angabe bei Filmen ist für Eltern oft ein wichtiger Hinweis. Völlig darauf verlassen sollten sie sich jedoch nicht. Hilfreicher kann eine pädagogische Altersempfehlung sein. Wo sie zu finden ist.

Berlin (dpa/tmn) - Auch wenn ein Film "ab 0" freigegeben ist, gehören Babys deswegen noch lange nicht in den Kinosaal. "Die erste große Leinwanderfahrung sollten Kinder nicht unter vier, fünf Jahren machen", rät Kristin Langer von der Initiative "Schau hin! Was Dein Kind mit Medien macht".

Der genaue Zeitpunkt richtet sich dabei auch danach, wie viel Erfahrung das Kind bereits hat. "Wenn es schon filmische Darstellungen gewohnt ist, etwa durch die "Sendung mit der Maus" oder Kurzfilme auf dem Tablet, kann der Besuch früher möglich sein als bei Kindern ohne Vorkenntnisse", erklärt die Pädagogin.

Eltern sollten auch daran denken, dass Geräusche im Kino viel lauter sind als vor dem heimischen Fernseher. Ist das Kind schreckhaft, sollte es darauf vorbereitet werden. Hat es Angst im Dunkeln, könnte es zur Bewährungsprobe kommen, wenn das Licht ausgeht.

Für Kino-Anfänger empfiehlt Langer kürzere Filme von 25 bis 30 Minuten, oft gäbe es die bei Sonderveranstaltungen oder Festivals zu sehen. Geübtere Fünf- bis Sechsjährige seien auch schon reif für 60 bis 70 Minuten lange Filme.

Wichtig für Eltern sei dabei, sich auf den Film vorzubereiten. "Sie können Filmbeschreibungen lesen", sagt Langer. Denn während die FSK prüft, ob ein Film ein Kind in seiner Entwicklung beeinträchtigen könnte, gibt es darüber hinaus noch eine pädagogische Altersempfehlung von erfahrenen Medienexperten. Die finden Eltern auf www.kinderfilmwelt.de.

Und wie können Eltern ängstlichen Kindern bei spannenden oder gruseligen Szenen im Kinosaal helfen? "Hand halten, Sicherheit geben und Brücken bauen", erklärt die Pädagogin. Eine Brücke könne sein, zu fragen, ob man kurz rausgehen soll. Dabei könne man erklären, dass sich Spezialisten Filmtricks ausdenken. "Kinder brauchen Gewissheit, dass spannende Momente gut ausgehen", sagt Langer. Ein absolutes No-Go seien Reaktionen wie "Das geht ja gleich vorbei" oder "Du bleibst jetzt hier, schließlich haben wir die Kinokarte bezahlt".

kinderfilmwelt.de

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